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Geschichte der Schöpfung : eine Darstellung des Entwicklungsganges der Erde u. ihrer Bewohner ; für die Gebildeten aller Stände
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Zwischen beiden Grenzen schwankt also die normale Größe des menschlichenKörpers, sie scheint beim Weibe auf 5^ 3" bestimmt zu sein, beim Manne3^ <>" zu betrage». Jndeß erreichen die meisten Frauen gebildeter Nationendiese Höhe nicht mehr, und selbst viele Männer bleiben hinter ihrem Nor-inalmaaßc zurück?).

Am nächsten steht die Hagerkeit mit der Größe in Verbindung undscheint von ihr theilwcis abhängig zu sein. Denn Nationen kleiner Statursind im Ganzen solider, fettreicher gebaut, als die großen, und bei letzterenpflegt, wenn sic keinen wirklich hageren Typus haben, die Muskulatur dieFettmasse zu überwiegen. Jndeß wirkt auf keinen Thcil des Körpers mehr,als auf das Fett, die Lebensweise oder das Klima, was selbst bei wildenNationen nicht außer Acht gelassen werden darf. Kalte Zonen scheinen imGanzen bei reichlicher Nahrung daS Fcttwcrdcn zu begünstigen; warme undgar heiße die Fettentwickclung zu hemmen. Offenbar trägt die in solchenKlimatcn vermehrte Ausdünstung, die geringere leichtere Kost und die leich-tere Bekleidung viel zur Austrocknung des Körpers bei, und bewirkt nichtbloß einen schlankeren, sondern auch einen zierlicheren Körperbau, der na-mentlich bei den Südsecinsulanern augenfällig ist; während die robustergebauten Neger doch fast unter demselben Himmelsstrich wohnen, aber frei-lich eine ganz andere Lebensweise führen. In der kalten Zone ist aber daSFett sehr nützlich, weil eS ein schlechter Wärmeleiter ist, und gegen die Ein-wirkung der Kälte von außen schützt. Aus demselben Grunde schmierensich alle nordischen Völker mit Fett ein und baden sich nie, während tro-pische Nationen daS Baden als ein wichtiges Bedürfnis; anschcn, weil esdie Haut rein hält und allen Erudationen einen ungestörten Fortgang sichert.Ganz allein läßt sich freilich der Unterschied auf solche klimatische Differen-zen nicht schieben, und eine primäre nationale Anlage spielt immer dabeieine Rolle mit. Der robuste Körperbau des Negers ist nationaler Cha-rakter, keineswegs bloße Folge von der Lebensweise und den äußeren Um-gebungen.

Die ausfallendsten Unterschiede der Nationen liegen übrigens weder inder Größe, noch in der. Statur, sondern ganz entschieden in der Farbe.Sic hat ihren Sitz theils in den unteren dichter zusaminengcdrängtcnZcllen-kernen des Epitheliums, theils in einer Lage vieleckigcr Zellen, die mit dem

7) El»c interessante Vergleichung der Maaßc des Körpers verschiedener Nationenvvn G. Schultz siehe in Froricp's neuen Notizen Bd. 33. S. 104, und eine ähnlicheArbeit von Blut, über die französische Nation, ebendas. Bd. 30. S. 31.