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Geschichte der Schöpfung : eine Darstellung des Entwicklungsganges der Erde u. ihrer Bewohner ; für die Gebildeten aller Stände
Entstehung
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zur Zeit ihrer ersten Entstehung ausgesetzt waren, und werden unsnicht wundern können, daß der Mensch demselben Gesetz in seiner äußernErscheinung unterliegt, wenn gleich sein Bau keine begriffsmäßige, d. h. >typische Differenz mehr in sich verstattet, da mit einer solchen die Artidenti-tät unverträglich ist. ES haben daher alle Menschen gleich viele Thcile,gleich viele Zähne, Zehen, Knochen, Wirbel, stimmen auch in den relativenVerhältnissen derselben unter einander, wenigstens in den Hauptsachen,überein, unterscheiden sich aber eben so mannigfach in Farbe, Größe, Baudes Gesichtes, der Ertremitäten und der Haare, wie es mir bei den verschie-densten Rassen der HauSthierc der Fast sein kann. Indem man diese bei-den, freilich manche Aehnlichkeiten darbietcndcn, Erscheinungen mit einanderverglich, und für dic HauSthicre zu der Erkcnntniß gelangte, daß allerdingsihre Varietäten späteren Ursprungs seien, so glaubte man dasselbe auch vomMenschengeschlecht annehmen zu dürfen, und jene Abweichungen der Völ-kerschaften für im Laufe der Zeiten entstandene Modifikationen einer Ur-form halten zu müssen; welchen Schluß aber die thatsächlichc Beharrlichkeitder nationalen Unterschiede nicht erlaubt. Wie gesetzlos übrigens die Va-rietäten der HauSthierc auch erscheinen mögen, dennoch unterliegen sic ge-wissen Bestimmungcn, und können bei einiger Umsicht wohl aus den Grund-ursachen hergelcitct werden. Am einleuchtendsten läßt sich dies von derFarbe zeigen, weshalb ich bei ihr allein verweilen will. Sic ist nämlich inihrem mannigfaltigen Wechsel bei HauSthicrcn nichts als eine Auflösungder Mischung mehrerer einfacher Grundtönc, aus denen die Farben fast allerim wilden Zustande lebender Geschöpfe bestehen. Bei den Säugethicrcn,auf welche ich allein näher cingche, ist in der Regel jedes einzelne Haar anseinen verschiedenen Stellen mit den verschiedenen Farben gezeichnet, erscheintdaher absatzweise hell und dunkel; weiß und schwarz, wenn das Thier grauist; braun und gelb, wenn es eine graue Olivcnfarbe hat; endlich selbstschwarz, weiß und gelb oder noch mehrfarbiger. Diese Mischung ist nament-lich die Grundfarbe der wilden Katzen, und kommt eben so noch bei allenzahmen von gelbgrauem Grunde mit schwarzbrauncn Streifen vor; alleinsehr viele Individuen sind thcils ganz schwarz geworden, thcilö ganz weiß,theils ganz gelb; andere endlich gefleckt, bald zweifarbig, bald dreifarbig.Von letzterer Spielart, die überhaupt nicht sehr häufig ist, wird behauptet,daß sic bloß den Kätzinnen zukomme, nie den Katern; gewiß mit Unrecht,wie auch mehrere Beispiele zeigen; allein ganz ohne Grund ist daS Geredenicht, denn überall artet daS weibliche Geschlecht früher und leichter auS,als das männliche, und daher werden weibliche Katzen in der auSgeartetsten