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charakterc angesehen'werden können, obgleich dieselben grell genug sind.Solche Unterschiede ist man geneigt, aus Rechnung verschiedener klimatischerVerhältnisse zu schieben, denen dieselbe Art im Laufe der Zeiten auögcsctztwurde, und will nun auch daraus die mannigfachen Abweichungen derNationen von einander herlciten. Bis dahin hat diese Betrachtung ihrevöllige Richtigkeit in sich, allein sie begeht einen Jrrthum, indem sic daS anThicrcn Beobachtete auf den Menschen überträgt. Denn die HauSthier-rassen, welche einem besonderen Klima oder Boden cigenthümlich sind, artenbald wieder aus, wenn sie in andere Heimathsorte übcrgcführt werden; derschöne Bergsticr der Alpen behält nur hier seinen cigenthümlichen Charakter;das großhornigc Rind Ungarns verändert sich, wenn eS die gras reiche»Weiden seiner Heimath verläßt; die feinwolligen spanischen Schafe kehrennach und nach in die gröbere Stammart zurück, wenn sic nicht durch neueAnkömmlinge mit ihrer ursprünglichen Reinheit von Zeit zu Zeit wiederaufgefrischt werden. Indessen behält selbst die ausartendc Rasse eine ge-wisse Eigenthümlichkeit auf dem neuen Boden, und nimmt keineswegs ganzden Charakter der hier ursprünglich wohnenden Stammrasse an. Andersaber verhält sich daS Menschengeschlecht; denn cö artet der nationale Ty-pus nicht auö, wenn er auö der Stammhcimath in eine andere Gegendübcrgcführt wird, sondern behauptet daselbst um so bestimmter seine Eigen-schaften, je markirtcr sie an den Stammältern hcrvortrctcn; welches letztereVerhalten schon früher auch von den Thiercn nachgewiesen wurde. Wennalso in der Zeit unserer historischen Wahrnehmungen noch nie ein Jude mitmarkirtcr Individualität den Typus eines ächten Deutschen angenommenhat, so lange er auch Deutschland bewohnte, vorausgesetzt, daß er reinenjüdischen Stammes blieb; wenn ferner niemals Europäer, die nach Afrikaoder Amerika auSwanderten, dort im Laus von Jahrhunderten zu Negernoder Caraibcn wurden; warum sollte» die Nachkommen AdamS, die dochsicher einen gewissen eigenthümlichen Familientypus besitzen mußten, sich zuNegern, PapuaS, Caraibcn, Malaycn oder Mongolen umgeändcrt haben?Ein Grund dafür kann nicht nachgewiesen werden, und deshalb bestreitenwir die Richtigkeit der Annahme. Nimmt man dagegen mehrere Autoch-thonen an verschiedenen Stellen der Erde an, denen allen eine gleiche ty-pische Idee zum Grunde lag, waö der spezifischen Ucbcrcinstimmung wegengewiß der Fall war, so stoßen wir durchaus nicht auf irgend eine Schwie-rigkeit bei der Erklärung der wahrnehmbaren Unterschiede. Denn wir sahenbereits, daß ein großer Theil aller äußeren Differenzen auf Rechnung derEinwirkungen von außen her geschrieben werden müsse, denen die Geschöpfe