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gleichkamen. Es fehlt zwar nicht an Angaben fossiler Mcnschcngebeinc inälterer wie neuerer Zeit, und inchrmalS haben wir iin Verlauf unserer Be-trachtungen solcher Findlinge gedenken können; allein iniincr wiesen wirzugleich den Jrrthum nach, welcher zur Annahme fossiler menschlicher Kno-chen oder präadamitischcr Kunstprodnkte veranlaßt hatte. Dasselbe werdenwir bei allen späteren Angaben über fossile Mcnschcngcbcine, deren einigebis in die allcrjüngstc Zeit hinauf reichen, vermögen; überall hat sich einegenauere sorgfältige Untersuchung bestimmt überzeugt, daß die Knochenentweder keinem Menschen angchörtcn, oder wenn cs der Fall war, sic spä-ter an ihre Lagerstätte zwischen präadamitischc Thicrgcbcinc gelangten undentschieden auS einer jüngeren Epoche hcrstammcn. So verhielt es sichnamentlich mit den angeblich fossilen Mcnschcnknochcn, die bei Köstritzunter Ueberrcstcn von fossilen Elephantcn, Nashörnern re. gefunden wur-den ; sic lagen in Spalten eines GypSbruchcs, welche mit Lehm ausgefülltwaren, und wurden ohne Zweifel, wie diese fossilen Thiergcbeinc, auf frü-heren ursprünglichen Lagerstätten losgespült, und an ihren späteren Fundortdurch Strömungen nach heftigen Regengüssen versetzt. Unter ähnlichenVerhältnissen fand man Mcnschcnknochcn bei Nizza in den dortigen Knochcn-breccicn, und hielt sic anfangs für fossile. Von den fossilen Menschen aufGuadaloupe, deren Lagerstätte als ein Bcgräbnißplatz caraibischer Völker-schaften aus historischer Zeit erkannt wurde, war schon (S. 41) die Rede;den für einen Menschen gehaltenen Salamander Schcuchzer'S haben wirnoch kürzlich (S. 518) wieder besprochen. So bleiben uns nur einige sehrneue Angaben zu erörtern, wie z. B. der Fund bei Lüttich, wo manzwischen fossilen Knochen einen Mcnschcnschädel entdeckte. Buckland,der ihn sorgfältig untersuchte, hält ihn jedoch für jünger als die fossilenKnochen, und für eine spätere zufällige Beimengung. Auch die Mcnschen-gebeine in den Knochcnhöhlcn der Auvergne, welche man zwischen Thon-schcrbcn und fossilen Thiergcbeinen antrifft, zeigen auf einen historischeilUrsprung hin, und lassen jene Höhlen als frühere Wohnsitze der ältestenGallischen Völkerschaften erscheinen, die hier fossile Gebeine, wer weiß zuwelchem Zwecke, ausgrubcn und mit den Gebeinen ihrer eigenen Vorfahrenvermischten. Ganz ähnlichen Ursprungs scheinen die Mcnschcnknochcn zusein, welche in den südamcrikanischcn Knochcnhöhlcn von Lund gefundenwurden; oder die zur Zeit ihrer Entdeckung so großes Aufsehen erregendenKnochen aus der Höhle bei Erpfingcn an der schwäbischen Alp. Nochviel jünger sind zwei ganze Mcnschenskclette, die man am Ufer der Vcndöcbei St. Michel en Lherm in einer Austernbank entdeckte und anfänglich für
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