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Geschichte der Schöpfung : eine Darstellung des Entwicklungsganges der Erde u. ihrer Bewohner ; für die Gebildeten aller Stände
Entstehung
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wenn eS gleich gegenwärtig nicht mehr Ccphalopvdcnschaalen giebt, nxllchedie Größe eines Wagenrades erreichen, so giebt es dafür Muscheln, diedenselben.Durchmesser besitzen (1'eiclaeim). Und so große Individuen sindaus der Vorwelt noch nicht bekannt geworden. Ganz so, wie jetzt, ver-halten sich die vorweltlichen Krebse, Spinnen und Insekten; keine bekannteArt übcrtrifft ihre lebenden Verwandten auffallend an Größe. Auch dieFische bewegen sich nur innerhalb der heutigen Dimensionen, höchstensmögen einige Haifische aus der tertiären Zeit größer gewesen sein als diegrößten lebenden Mcnschcnfrcsscr (8g,mlus 6oi olisrias Usmia). Da-gegen gehen die vorweltlichen Amphibien allerdings etwas über die größtenlebenden Krokodile hinaus, allein das angeblich so ricsenmäßige lgmmmln»ist, wie wir jetzt wissen, noch lange nicht so groß wie ein Walfisch gewesen,und die größten Enaliosaurier bleiben hinter diesem ihrem lebenden Nach-bildc bei weitem zurück. Vollkommen dasselbe gilt von den tertiären Vö-geln und Säugcthiercn, kein Wasscrbcwohner übcrtrifft den Walfisch,kein Landbewohner den Strauß oder die alten ausgewachsenen Elephan-ten an Größe. Zwar ist das Mastodon (S. 531) etwas länger als derasiatische Elephant, aber nicht höher; obgleich seine Gcsammtmasse größergewesen sein mag, als die lebender Elephantcn. Bedeutend ist jedoch derUnterschied nicht. Ucberhaupt kann inan annehmcn, daß, wenn auch imEinzelnen gewisse Thicre, z. B. manche Hirsche, die Hyänen, Bären, undvor allen die Edcntatcn (S. 540) mehr Umfang hatten, als ihre heu-tigen analogen Arten, darum doch nicht die ganze organische Schöpfungeinen riesenmäßigeren Charakter besaß, vielmehr die größere Masse Einzel-ner in der Vorwelt durch eine größere Menge von Arten in der Gegenwart,woran das zahlreiche Menschengeschlecht seinen wesentlichen Antheil nimmt,wieder ausgeglichen wird. Auch hierin zeigt es sich, daß der Plan fürdie Organismen zu allen Zeiten derselbe war, und daß im Großen wie imKleinen die belebte Natur unseres Erdkörpcrs nie über die fest bestimmtenGrenzen hinauSgegangcn ist, in deren Kreise sic sich noch jetzt bewegt.Denn nicht bloß am Firmamentc rollen die Weltkörper in ihren Bahnennach ewigen Gesetzen dahin, auch in den kleineren Thcilcn auf der Ober-fläche dcS einzelnen Planeten herrscht unabänderliche Gesetzmäßigkeit, welcheder tiefer einbringcnde Blick vorurtheilsfrcicr Forscher als die einzig mög-liche, sich selbst bestimmende Nothwcndigkcit erkannt hat. Störungen derverschiedensten Art, hcrvorgcgangen aus dem Bestreben jedwedes Einzelnen,seine Selbstständigkeit nach Kräften geltend zu machen, ändern zwar denGesammtausdruck des Gesetzes mannigfach ab, allein nie heben sic cs ganz

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