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das Meer lange Zeit eine sehr beträchtliche Tiefe behalten haben, dennweder die Jura schichten, noch die Glieder der Kreide nehmen an derweitern Ausdehnung seines gegenwärtig trocken gelegten BodenS um diefrühere vierzackigc Insel herum einen sehr wesentlichen Antheil. Nament-lich an der Nordküstc sind beide Formationen nur in schmalen Streifen an-gedeutet, und meistens unter Verhältnissen abgelagert, die mehr auf einespätere Aufrichtung auö der Tiefe, als auf einen primären Absatz in derjetzigen Stellung Hinweisen. Dies wurde früher von den Schichten amNordrandc des Harzes nachgewicsen (S. 290), und ist in den Höhenzügender Wcserkettc wie des Tcutoburgcrwaldcs eben so deutlich. Zwischen bei-den Bergrücken und nordwärts von der Weserkcttc breitet sich übrigens dieälteste große Süßwasscrformation aus, welche wir zwischen dem Jura undder Kreide antrcffcn und früher als Wälder gruppe (S. 232) erwähnthaben. Im Ganzen ist jedoch die Krcideformation am Nordrande desälteren Thcilcö von Deutschland weiter verbreitet, die Juraformation mehram südlichen. Letztere zieht sich daselbst vom Fichtelgebirge abwärts biszum Donauthalc hin und läuft, dessen nördlichen Abfall bildend, zumSchwarzwalde, den sic südlich umgeht und weiter neben den Vogesen auf-wärts steigt, bis zu den Ardennen sich auöbrcitcnd. Diesen ganzen Ver-lauf haben wir früher (S. 2ä9) genügend besprochen, wiederholen ihndaher nicht, sondern verweilen hier nur bei der Bemerkung, baß durch denJura der lange zwischen den Vogesen und dem Schwarzwaldc frei geblie-bene Meerbusen, das heutige Rhcinthal von Basel bis Mainz, südwärtsabgeschlossen und in einen Binnensee verwandelt wurde, dessen Abfluß nachNorden nur mittelst eines Durchbruches durch die Grauwackcnschichtcn ander schmälsten Stelle des vorgelagerten Schiefergebirgcs bewirkt werdenkonnte. Wann dieser Durchbruch erfolgte, wagen wir nicht zu entscheiden,sehr alt aber scheint er nicht zu sein, da noch viel jüngere tertiäre Schichtenin demselben Becken sich gebildet haben. — Wie hier der Jura einen Bin-nensee bildete, so füllte im Norden die Krcideformation das Binnenmeerauö, welches bis dahin zwischen den Sudeten, dem Riesengebirgc und densüdwärts gelagerten Thcilcn des böhmischen Schicfcrgebirgcö frei gebliebenwar. Damals entstanden in diesem Binnenmeere die Schichten von Qua-dcrsandstcin und Pläncrkalk, in denen die obere Elbe sich später ihr Bettgewühlt hat, und die sie jetzt auf der Grenze Böhmens so malerisch durch-bricht ; damals erst wurde das bis dahin mondförmig gestaltete StufcnlandBöhmens in einen wirklich geschlossenen, von höheren Bcrgrcihcn umgür-teten Kessel verwandelt, und ganz vom Meere entblößt. Gleichzeitig mit