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Geschichte der Schöpfung : eine Darstellung des Entwicklungsganges der Erde u. ihrer Bewohner ; für die Gebildeten aller Stände
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täten man bereits kannte, nachgewiesen hat. Auch von ihm und anderenähnlichen Gattungen finden sich zahlreiche Reste in den KnochenhöhlenBrasiliens.

Nagethiere, eine in der Gegenwart durch die meisten und kleinstenArten sehr wichtige Abtheilung der Säugethiere, deren Eigenschaften wirfrüher (S. 418) besprochen haben, kommen eben ihrer Kleinheit wegengerade nicht oft vor; am häufigsten sind noch die Knochen von Ha äsenund Erdinäusen in den verschiedenen Höhlen oder Bremen aufgefundenworden. Einzelner kommen Knochen von Stachelschweinen, Meerschwei-nen, Bibern, Murmelthieren, Zieseln, Eichkätzchen vor und lassen nach sovielen analogen Formen auf eine ganz ähnliche Mannigfaltigkeit in dertertiären Epoche sehließen. Die meisten Knochen gehören den jüngstenSchichten aus der Diluvialzeit an, doch finden sich auch einige in denmittleren, selbst in den untersten tertiären. Abweichende Formen, die derGegenwart ganz fehlen, hat man nur wenige keimen gelernt; denn dieGattung loxoüon, mit vier oberen neben einander stehenden Schneidezäh-nen und sieben Backzähnen: Zahlenverhältnisse, die bei keinem lebendenNager Vorkommen, scheint schon deshalb nicht zu dieser Gruppe zu gehören,sondern wohl unter den Pachydermen eine Stelle einnehmen zu müssen.Vielleicht war es gar ein pflanzenfressendes Beutelthier. Man fand seineReste im Stromgebiet des Rio Negro am unteren Uruguay.

Die Beutelthiere, diese sonderbarsten aller gegenwärtigen Säuge-thiere, deren erste Spuren wir schon im oberen Jura antrafen, bewohnenheutiges Tages ausschließlich Neuholland und seine benachbarten Inseln,oder Amerika. Hier hat Lund bereits eine ebenso große Zahl fossiler,wie lebender Arten nachgewiesen, und in Neuholland fehlt es an präada-mitischen Repräsentanten seiner lebenden Bewohner eben so wenig. EineVülolpb)'s-Art entdeckte man in den unteren Tertiärschichten bei Paris, undda eben dieser Gruppe die Kiefer von Stonesfield, welche zur Aufstellungder besonderen Gattungen l'bxlaooUiorium und plmseoloillki-ium Veran-lassung gegeben haben, anzugehöreu scheinen, so wäre sie von allen Säuge-thieren nicht bloß die älteste, sondern auch unter den Beutelthieren die ver-breitetste Form. Nach der Meinung von Agassiz deuten jedoch die bishernur gefundenen Unterkiefer eben so sehr auf seehundsartige Thiere; welcherAnsicht indeß die schon von Cuv i er hervorgehobene große Zahl (10) derBackzähne widersprechen würde. Naturgemäßer scheint mir eine gewisseVerwandtschaft mit /euPmlon, obgleich die Form des Kronenfortsatzeöauch dagegen Einsprüche erhebt.