mit schmaler Schnautze und knorpeliger Scheidewand, deren Reste seltener imsüdlichen Europa und in England gefunden wurden. Sic scheint mir deinSnmatraftchcn Nashorn am nächsten zu stehen. Die Nashörner der ter-tiären Epoche gehören mindestens zweien verschiedenen Arten, wenn nichtverschiedenen Gattungen an. Die eine Art (kib. Kelckeiormnollsri s. moZa-> Innus, Fig. 3) hatte oben vier, unten zwei große Schncidczähne, derenTrageknochcn im Oberkiefer (der Zwischenkiefcr) eben so weit vorragt, wiedie breiten abgerundeten gewölbten Nasenbeine, während letztere bei allenArten der Gegenwart beträchtlich länger sind. Reste desselben fanden sichbesonders im Mainzer Becken und in Südfrankrcich, kommen aber bei wei-tem seltener vor. — Die andere tertiäre Art hatte wahrscheinlich gar keinHorn und bildet deshalb die besondere Gattung ämoratlnmnim, welche übri-gens den ganzen Kopfbau der Nashörner besitzt, oben wie unten zwei sehrgroße Schncidezähnc führt, aber so flache, schmale, nach vorn zngcspitzteNasenbeine zeigt, daß man sic für unfähig halten muß, ein Horn zu tragen;dazu waren die Vordcrfüße vierzehig. Durch beide Verhältnisse nähertsich das Thier den Tapiren. Eine andere Gattung: kllnsmotlleiium, er-scheint neben den Nashörnern in der Diluvialperiode, gehört aber zu dengrößten Seltenheiten, und ist bis jetzt bloß im Unterkiefer und der HinterenHälfte des Schädels bekannt. Ihre Backzähne (Fig. 7) sind an dem zick-zackfaltigcn Schmclzsaum leicht zu erkennen; dergleichen waren vier vor-handen und ein fünfter scheint noch kommen zu wollen; aber Schncidczähnefehlten ganz.
Der Uebergang von den Nashörnern zum Tapir wird durchdie Gattung kalaootkeiium vermittelt Sic, die ächten fossilen Tapireund die Gattung llnplünclon scheinen eine natürliche Gruppe auöznmachen,welche ziemlich selbstständig bleibt, jedoch habituell zwischen die Schweineund Nashörner in die Mitte tritt. Gegenwärtig bloß durch die einzigeGattung lapmus vertreten, zeichnet sich dieselbe in vielen Punkten cigcn-thümlich aus. Ein mit kurzen anliegenden Haaren dicht bekleideter Kör-per, eine rüsselförmige mäßig lange Nase, vorn vier, hinten drei Zehen,und ein Gebiß, welches durch sechs Schncidczähne in jedem Kiefer, bleibendekurze Eckzähnc und sieben aus je zwei scharfen unverbundenen Qucrhöckernbestehende Backzähne kenntlich ist, gehören zu den wichtigsten Gattungs-
13) Die kleinen, nnr lebend vorhandenen KlipPdachse (N^rax) scheinen diesenUebergang in der Gegenwart darzustcllcn, nnd gewissen ansgcstorbenen Gattungen alsanaloge Form zn entsprechen.