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sind dic am wenigsten passenden Benennungen; denn dasselbe ist wedereine Eidechse, noch größer als ein Walfisch, obgleich wohl gefräßiger nndfurchtbarer für seine Umgebungen gewesen. Mit letzterein hatte cö zwarvieles im Ansehen gemein, aber der schlankere Körper und der viel kleinereKopf mögen ihm, in Verbindung mit den kleineren Flossen (ob zwei odervier, bleibt ungewiß), eine etwas drachenförmigc Physiognomie gegebenhaben. Schwerlich aber ist im AouZIollon dic fabelhafte Secschlangc zu" suchen, wie die Zeitungsschreiber während der Ausstellung des Knochen-gerüstes so oft behauptet haben; das Geschöpf war kein mythisches Unge-heuer, wie jene Drachen und Sceschlangcn, sondern ein wirklich vorhan-denes, wenn auch vor Jahrtausenden bereits auSgcstorbenes Thier. SeineGebeine finden sich nämlich in marinen Schichten, welche der unteren Ter-tiärepochc anzugehören scheinen, und sind bisher häufig an verschiedenenOrten der südlichen Vereinigten Staaten Nordamerikas, allein auch mehr-mals im Gebiet des Mittclmecrcs gefunden worden. Wahrscheinlich be-wohnte das Thier dic subtropische Region des ganzen nördlichen Occans.Etwas jünger als diese sonderbare Gestalt sind die Sirenen, walfischartigeGeschöpfe mit ungctheiltcr Schwanzflosse, vorderen Nasenlöchern, stumpf-höckerigen Mahlzähncn und Milchdrüsen an der Brust. Gegenwärtig durchzwei lebende (Mnatus und Holicoro) und eine in historischer Zeit ausgc-storbenc Gattung (lUivtino) vertreten, scheinen sie in der tertiären Epocheeine größere Zahl verschiedener Formen besessen zu haben, von denen einigeden heutigen Gattungen öl-nmtrm und Holiooi-s entsprechen, dic untcrgcgawgenc Gattung Uiiwtlloi-ium aber höchst eigcnthümliche Merkmale besaß, unddeshalb zu sehr abweichenden Ansichten über ihre natürliche VerwandtschaftVeranlassung gegeben hat. Kmmtns- und klsliooio- Reste fand inan beiMontpellier, Lüttich, am Rhein und in Nordamerika; Mnotliernim zuerstin den mioccncn Schichten des Rhcinthalcs bei Eppelsheim unweitMainz, später an mehreren Orten, .selbst in Ostindien und in Ncuhol-land. Dic Meinungsverschiedenheiten über ein so paradoxes Thier könnenweniger auffallcn, wenn man bedenkt, daß selbst Cuvicr dic ihm bekann-ten Bruchstücke einer zweiten ausgestorbcncn Sircnen-Gattung: blowx^iln;-rnnn, für Thcilc vom Flußpferd hielt, und darin aufs deutlichste dic großeUcbcreinstiminung des Körperbaues der Sirenen mit dein der Pachydermenaussprach. Nach zwei fast vollständigen Schädeln, den einzigen Theilcndes Ilinotlierium, welche man genauer kennt, besitzt das Thier jeder Scitöoben wie unten fünf Backzähne mit zwei oder drei (der mittelste) kcrbigcnQucrwülstcn (Fig. 3), und gleicht darin ganz dem Manati. Im Ober-