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Geschichte der Schöpfung : eine Darstellung des Entwicklungsganges der Erde u. ihrer Bewohner ; für die Gebildeten aller Stände
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zu stiii, als die jetzigen; während die Nashörner und Nilpferde der Vor-welt in ihren verschiedenen Arten theils größer, theils kleiner waren, alsdie gegenwärtigen. Eben diese Thicre besaßen damals ein längeres, dich-teres, sogar zottiges Haarkleid, wie solches unter den lebenden Pachydermcnnur die Schweine noch führen. Man hat daraus auf ein rauheresKlima schließen wollen, dem jene Geschöpfe in ihrer Hcimath ausgcsctztwaren, und hat allgenommen, daß in der jüngsten tertiären Epoche, alsElephantcn unsere Fluren bewohnten, auch die heutigeil Zoncnuutcrschiedeschon vollständig vorhanden waren; allein aus dein dichteren Haarkleibeläßt sich das nicht folgern, weil auch jetzt noch sehr dicht behaarte Geschöpfe,wie die Faulth ierc, in der Tropenzvne leben, und die nordischen Raub-thicrc''eben nicht stärker behaart sind, als die tropischen. Es kann daher,trotz des dichteren Haarkleides der Pachydermcn, das Klima von Deutsch-land in jener Zeit sehr wohl wärmer gewesen sein, als jetzt; ja cs scheint,wenn man die Vegetation und die gcsamintc Thierwelt in Betracht zieht,etwa den Charakter seiner Schwankungen besessen zu haben, welcher gegen-wärtig am Südrandc des Mittclmcereö angctroffen wird. Denn hier lebennoch heute an Orten, wo der Mensch seinen ändernden Einfluß hat mindergeltend machen können, alle die organischen Formen neben einander, welchedamals auch auf dein Bodcn^cs mittleren Europa ansässig waren. Zu-gleich lehren die viel größeren Hyänen, Bären, Löwen re. eilt auffallendesUcbcrgewicht der Raubthicrc in jener Epoche, und geben uns zu der Ver-muthung Gelegenheit, daß zur Befriedigung der Bedürfnisse so großer undzahlreicher Fleischfresser auch eilte um so beträchtlichere Menge großerPflanzenfresser vorhanden gewesen sein müsse. Dies ist wenigstens für dieHirschgattung entschieden; allein weder die Pferde, noch die Wiederkäuer,waren damals ricscnmäßigcr gebaut, als jetzt; so daß es den Anschein ge-winnt, als ob lediglich die größere Menge der pflanzenfressenden Individuellzur Befriedigung der Bedürfnisse jener Raubthicrc genügte.

Walfische oder zwciflossige Säugcthiere überhaupt, mit denen wirdie systematische Reihenfolge der Klasse beginnen, sind in marinen Schichtenmehrmals beobachtet worden, gehören indcß, eine sonderbare Form abge-rechnet, zu den Seltenheiten. So weit man sie kennt, weichen sic vonlebenden Gestalten im Gcsammtbau nicht wesentlich ab, bieten aber inEinzelheiten Unterschiede dar, die theils generelle sind, theils einen höherenRang beanspruchen. Reste von Bartenwalen (lllwmmubm) kennt man miraus dem Diluvium, Zahnwale (volglünodeil) erscheinen schon in unter-tertiären Schichten. Zu ihnen gehören, als mehr cigcnthümlichc Formen,