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Geschichte der Schöpfung : eine Darstellung des Entwicklungsganges der Erde u. ihrer Bewohner ; für die Gebildeten aller Stände
Entstehung
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am Velhas, aus denen erst kürzlich Herr Lund einen Formenrcichthumfossiler Säugcthicre hervorgezogcn hat, welcher die gegenwärtige, an sichschon höchst bedeutende Mannigfaltigkeit Brasiliens noch übcrtrifst, und zufast allen lebenden Gestalten jener Gegend auch die präadamitische Formnachweist. Minder wichtig sind die Knochcnbrcceicn, Spalten inälteren Gesteinen, die nach oben klaffen, und von dorther mit dem Schuttder Oberfläche, den die Wasser mit sich führten, ausgefüllt wurden. Zwi-schen demselben lagern die Knochen fossiler Thicre, und machen öfters denhauptsächlichsten Theil der Ausfüllungsmasse aus. Man findet sie beson-ders an den Küsten des Mittelmceres, so namentlich am Schloßbcrge vonNizza, auf Corsika, bei Cagliari in Sardinien, bei Cettc und beiGibraltar, zu San Cino bei Palermo, bei Syraeus und an an-deren Orten. Selbst in Neuholland hat man bereits eine solche mitpräadamitischen Geschöpfen erfüllte Spalte im Innern des Landes am Bcll-fluß, 35 Meilen von Newcastle, aufgcfundcn. Auch Deutschland besitzt siean mehreren Stellen, z. B. eine bei Quedlinburg, die bereits vier Nas-hornschädcl und zahlreiche Knochen von Hyänen, Löwen, Pferden, Hirschen,Hasen und Zieseln geliefert hat. Sie findet sich im Gyps und ist mitLehm auSgcfüllt, der die Knochen umschließt.

Betrachten wir die an so verschiedenen Fundorten entdeckten Arten, sozeigen sich neben abweichenden und eigcnthümlichcn Formen, welche "mehrden untersten und mittleren Tertiärschichten, die mit den ältesten Braun-kohlen, dein Grobkalk und dem Pariser wie Londoner Becken gleichzeitigsind, oder dem Tegelgebildc (S. 273 und 275) angehören, auch viele Ge-stalten, die sich sehr nahe an gegenwärtige Arteil anschlicßcn, ja von mehre-ren Naturforschern für bloße Varietäten derselben gehalten werden. ImGanzen vermissen wir keine einzige noch lebende Säugethicrfamilie, wohlaber begegnen wir einigen Formen, die nicht sogleich sich in dm lebendenFamilien untcrbringcn lassen, deren wirkliche Affinität noch fraglich bleibt.Jir der Regel sind es jedoch nur unvollständig erhaltene Bruchstücke, welcheuns eben des Mangels ihrer charakteristischen Organe wegen im Stichlassen. Was jene verwandten, den unseligen höchst ähnlichen Arten be-trifft, so sind sie mcistcnthcilö größer als die noch lebenden, und wenn auchcs andere kleinere Spezies damals gegeben hat, so fehlten doch neben diesendie größeren nicht leicht. Der präadamitische Höhlenbär übertraf den Eis-bär an Umfang noch beträchtlich, und die Hyäne derselben Zeit verhält sichden Dimensionen nach zur heutigen, wie der Bullenbeißer zum Pudel.Dagegen scheinen die tertiären Elcphanten nicht gerade viel größer gewesen