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Höhle», die bloß Knoche» von Pflanzenfressern, z. B. Pferde», Nashör-nern, Schafen und Hirschen umschließen, und da diese Thiere nicht gernin Höhlen sich anfhalten, so muß man annehmen, daß sie von den Schreck-nissen der Revolution aufgescheucht hier einen Zufluchtsort suchten, oder,was wahrscheinlicher sein mag, ein benachbarter Ort die frühere Heimathdieser Geschöpfe war, und der Wasserstrom sie von dort an ihren jetzigenFundort versetzte. Für alle diese Fälle giebt es entschiedene Beweise.Knochenhöhlen finden sich übrigens in den verschiedensten Gegenden. Be-sonders berühmt sind die Muggendo r f e r und Gailenreuther Höh-len im Dolomit des bairischen Jura; aus letzterer hat man nach und nachdie Gebeine von mindestens 1000 Individuen hervorgezogen, von denen800 dem großen Bären (lll-sus spolnous), 60 einer zweiten Art (ll. srctoi-(leus) und 10 einer dritten (v. Pilsens) angehören«), die übrigen 130 aberaus den Wolf, die Hyäne, den Löwen und Vielfraß kommen. Die Höhlenvon Sundwig bei Iserlohn hatten ganz ähnliche Bewohner, auchhier ist vrsus spel-wus bei weitem der häufigste Insasse. Dagegen enthältdie Höhle von Kirkdale im östlichen Theile der Grafschaft Uork vorzugs-weise Hyänenknochen, nebst anderen angenagten Gebeinen von Pferden,Ochsen, Hirschen, welche von den sie bewohnenden Hyänen hineingeschlepptwurden. Hier war es, wo B u ckland seine schönen Untersuchungen überden früheren Haushalt dieser Thiere anstellen konnte, und die Kothschichtenlieben den abgeschliffenen Felswänden nachwies, welche von den Hyänenherrühren. Eine Höhle mit Pflanzenfressern, deren Vorkommen übrigenszu den Seltenheiten gehört, fand man bei Argou im Departement derPyrenäen; sie liegt im Liasschiefer und enthielt vorzugsweise Gebeine vonPferden, Ochsen, Hirschen und Nashörnern. Die vielbesuchte Bau-mannshöhle des Harzes bei Rübeland im Bodethal, wovon wirumstehend eine Abbildung gaben, liefert ebenfalls Knochen, ist aber minderreich als die genannten; dagegen zeichnet sich die Höhle von Chokier imKohlenkalkstein an der Maas bei Lüttich durch großen Reichthum fossilerGebeine aus. Andere reiche und merkwürdige Höhlen finden sich in Frank-reich, z. B. bei Montpellier im Grobkalk, bei Bize (Dep. de l'Aude)im Jurakalk; in Italien, in Nordamerika und besonders in Südamerika
6) Diese numerischen Angaben beruhen auf ungefährer Schätzung; den» nach »eue-ren Untersuchungen sind die Schädel von Ursns arcioiäeus und U. >>r!scus viel seltener.Erstcrer scheint nur einer Varietät von v. snalacus anzugchörcn, letzterer aber eine selbst-ständige Art zu sein. —