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Geschichte der Schöpfung : eine Darstellung des Entwicklungsganges der Erde u. ihrer Bewohner ; für die Gebildeten aller Stände
Entstehung
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mußten, sich nicht gut im Konflikt mit größeren und schwereren Säugethier-gebeinen erhalten konnten P.

Die wichtigsten Petrifikatc der tertiären Formationen sind ohne Zweifeldie vielen Säugcthier r e st e, welche man in ihnen aufgefunden hat; sicbeanspruchen daher unsere Aufmerksamkeit ganz besonders, und nicht bloßweil sie am häufigsten Vorkommen, sondern auch weil in dieser Periode dieSäugethierc zuerst in Masse erscheinen, und das verschiedene Alter der aufeinander folgenden Schichten durch ihre Abweichung von einander, wie vonden Typen der Gegenwart, deutlich vcrrathen.

Sprechen wir zuerst über ihre Fundorte, so sind cs keineswegs bloßdie ncptunischcn Schichten selbst, aus denen die Tcrtiärformation besteht,sondern auch zwei eigenthümliche, bisher von uns noch nicht beachtete La-gerstätten, welche nach der Menge ihres Inhaltes zu den schön gebrauchtenBenennungen von K n o ch c n h ö h l c n und K nochcnbrcceie n Veran-lassung gegeben haben. Knochcnhöhlcn sind natürliche Lücken in Kalkstei-nen der verschiedensten Formationen, die, ohne einen bestimmten Umfangzu haben, sich unregelmäßig durch die Gesteine verbreiten, stcllcnwciö zuhohen mächtigen Gewölben sich ausdchncn, an anderen Orten sich wiederzusammcnzichen, durch engere Zwischengängc in neue Weitungen führen,und selbst auf große Strecken, bis auf 1/4 Meile hin, unterirdisch fortlaufen.Ihre Zugänge liegen an den Abhängen der Thälcr, welche die Formationendurchschnciden, und mögen erst sehr spät, lange nach Entstehung der sieumschließenden Schicht, bei Ausweitungen der Thalcinschnittc entstandensein. Denn die Höhlen überhaupt sind keine ursprünglichen Gebilde, son-dern durch lokale Verhältnisse bedingt; namentlich sind die in Kalksteinenwohl spätere Auswaschungen, welche von kohlensauren Wassern hcrrührcn,und durch eben diese in dic Thäler, wohin sic gegenwärtig münden, geöffnetwurden. Einige im plutonischcn Gestein mögen auch gleichzeitigen Kräf-ten, z. B. der Erpansion eingcschlosscncr Gase, ihr Dasein verdanken. Indiese Höhlen drangen die strömenden Gewässer, als sic in den Thälcrnnach allgemeinen Ncberfluthungcn wieder abflossen, mit ihren mechanischenBeimengungen ein, und erfüllten dieselben, soweit cs der Druck deshöher stehenden Wassers und der Gegendruck der cingeschlosscnen Luftschicht

3) Auf Neuseeland hat »iaii ganz kürzlich die Gebeine eines riescnmäßigen strauß-artigen Vogels > I>inu, ni8 entdeckt, von dem O w c n mehrere Arten unterscheidet. Rei-tende behaupten, daß er noch in historischer Zeit daselbst gelebt habe. Die von mir inBerlin untcrMhten »inorms-Knochc» sind augenscheinlich nicht fossile.