die Knochen einem wclsartigen Fisch zuschrieben. Später ist durch Auf-findung eines großen, 3 Fuß langen Salamanders in Japan, dessen Ab-bildung wir mitthcilen, die Richtigkeit der Cuvier'schen Ansicht entschiedenund von anderen Gelehrten dargethan worden, daß dieser Salamander mitdem vorweltlichcn und einer dritten Art, die bleibende Kiemenspalten amHalse trägt (Nvnopomu gllePummmis) und in den Seen Nordamerikas sichaufhält, in eine und dieselbe Gattung gehöre, mithin keineswegs ein soräthselhafteS Geschöpf sei, wie es nach den früheren abweichenden Ansichtenüber dasselbe erscheinen mußte H. Man kennt übrigens von ihm mehrereEremplarc aus dein Ocningcr Süßwasscrkalk, dessen Lagerung im oberenThcile der Molasse auf ein gleiches Alter, also auf die mittleren tertiärenSchichten hinwcist.
Fossile Vögel gehören überall, und so auch in den tertiären Schich-ten, zu den Seltenheiten; finden sich jedoch hier ungleich häufiger, als infrüheren Formationen. Man kennt etwa 50 verschiedene Gattungen ineinzelnen Knochen oder Knochenfragmenten, hat aber nur wenige ganzeSkelette gefunden; daher alle Angaben im höchsten Grade zweifelhaft sindund kaum eine generische, geschweige denn eine spezifische Sicherheit er-lauben. Nach solchen Bruchstücken scheint es indessen fest zu stehen, daßalle gegenwärtigen Hauptgruppen, als Raubvögel, Klettervögcl, Tauben,Hühner, Sumpfvögel und Schwimmvögel, damals vorhanden waren.Ihre Gebeine finden sich theils in Süßwasserschichtcn, wie namentlich imPariser und Auvergncr Gypö, theils in Knochenhöhlen und Knochenbrcc-cien, wohin sic mit den Gebeinen anderer Rückgratthicre durch die Fluchengeschleppt wurden. Die größere Zerbrechlichkeit aller Vögelknochcn, bedingteinerseits durch die Kleinheit derselben, andererseits durch die hohle pneu-matische Beschaffenheit der meisten, bringt cs mit sich, daß sic unter denzerstörenden Gewalten, die bei Anschwemmungen nothwendig stattsindcn
4) Die generische Ucbcrcinslimmung des Salamanders aus Japan mit dem vonOeningen, welche van der Hocven (l^^cln-M, eic. 1838) nachgcwicscn hat, scheintmir unbedenklich und die Erfindung eines neuen Gattungsnamens für den urwcltlichenüberflüssig. Auch »anoponni ist vstcvlvgisch nicht von jene» beiden großen Salamandernverschieden, und möchte am beste» derselben Gattung einvcrlcibt werden. Unsere Abbil-dung des japanischen Thicrcs hat dasselbe Größcnvcrhältniß, wie der nebenstehende Schä-del des fossilen; eine Vergleichung beider zeigt, daß der letztere relativ etwas breiter war,als der Kopf des Japaners, sonst aber seine Bildungövcrhältniffc besitzt. Nicht minderharmonirt das Skelet bei beiden Arten, soweit eine Vergleichung zwischen ihnen möglichist, in allen Hauptsachen und läßt nur spezifische Unterschiede erkennen.