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Geschichte der Schöpfung : eine Darstellung des Entwicklungsganges der Erde u. ihrer Bewohner ; für die Gebildeten aller Stände
Entstehung
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MM fast 100 Gastropodeu, und über 80 Cormopodcn. Hierübcrwicgcn also die Schnecken ganz entschieden, und wieder unter ihnen diebis dahin seltneren Zoophagcn. Auch hat keine ältere Formation einennur einigermaßen entsprechenden Reichthum von Süßwasser- oder Land-schneckcn. Wie sich diese Beziehungen auch während der tertiären Epochenoch wesentlich in den älteren und jüngeren Schichten ändern, wurde schonfrüher (S. 263) nachgcwicscu. Von den merkwürdigsten Formen der älte-ren Perioden fehlen die eigcnthümlichen Brachiopoden der Gruppe Doltli^ris,welche wir schon in der Kreide vermißten, gänzlich; auch ächte Terebra-teln sind nicht zahlreich, etwa 16 Arten, und zwar lauter glatte, zartergebaute Spezies, wie sic in der Gegenwart und in der Kreide, doch zuerstschon im Muschelkalk, Vorkommen; 6 davon scheinen der tertiären Epocheeigen zu sein, 6 thcilt sie mit der Kreide, und eben so viele mit der Gegen-wart. Außerdem kommen nur Gattungen vor, die ebenfalls zu den leben-den gehören. Noch ungünstiger stellt sich die Beziehung der Ccphalo-poden zu den drei genannten Perioden für die tertiäre heraus. Diecharakteristischen Belemniten und Ammoniten der Kreide verschwinden, wiein der Gegenwart; dagegen erscheinen ächte IXsutili mit gelappten Scheide-wänden, die sich den Clymcnien ähnlich zu noch lebenden Formen verhalten.Wie letztere das Uebergangsglied zu den Ammonitecn in der ältesten Zeitbilden, so diese blnulili (4turi-, oder äggniäes) in der jüngsten; sic bewirkenden allmäligcn Fortgang von der einen Familie zur andern in beiden Perio-den, und zeigen daS Bestreben, die Gegensätze der Formen durch Zwischen-glieder zu vermitteln, auch hier sehr deutlich. Ganz analog treten alsMittelglieder zwischen den ächten Sepien und den Belemniten dieGattungen Loloptoia und liklosepis auf, indem an ihrem langen schmalenRückcnknochen statt des großen Kegels der Belemniten ein kleiner kalkigereinwärts gekrümmter Schnabel hängt, dessen innere konische Höhle beilloloptora wie bei den Belemniten mit Scheidewänden und Sipho versehenwar. Alle Arten beider Gattungen sind fossil und den unteren tertiärenSchichten (dem Grobkalk) cigenthümlich. Sv wäre denn in den Ccphalo-poden dieser Periode eine gewisse Selbstständigkeit wenigstens der älterenZeiträume noch zu erkennen ^).

3) Fortgesetzte Untersuchungen über die tertiären Conchylicn der ocrschiedennrtigstenFundorte haben zwar eine größere Menge neuer Arten kennen gelehrt, allein in dcrHanpt-sachc kein anderes Resultat geliefert. Die jüngsten Tcrtiär-Conchplicn treten den gegen-wärtig an denselben Orten einheimischen Arten im Allgemeinen sehr nahe, und eine nichtgeringe Zahl beider Epochen sind identisch; vorausgesetzt, daß sic dasselbe Element be-