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sie einstweilen hier, auf der Grenze von Infusorien oder Polypen, wic ichglaubt, mit größerem Rechte, als dicBacillarien, da deren pflanzliche Naturmir annehmlicher zu sein scheint, als die thierische. Die Foraminiferen sindübrigens Kalkschaalcn von mikroskopischer Große, die aus einzelnen hintereinander liegenden Kammern bestehen, auf den Scheidewänden der Kammernbald eine größere, bald vielfache kleine Ocffnungcn besitzen, und theilö vomAnfänge an immer größere Kammern bilden, theils lauter gleiche. DieseKammern sind nach verschiedenen Schcmatcn an einander gefügt, liegenaber gewöhnlich in einer Ebene, theilö spiralig aufgerollt, theils antithetischvon links und rechts gegen einander gelegt, theilö einreihig und geradlinigauf einander folgend 2). Die gegenwärtigen Repräsentanten dieser Ge-schöpfe finden sich im Meere und sitzen auf Secpflanzen, oder liegen zuMillionen im Nsersande; und unter ähnlichen Verhältnissen, als Beimen-gungen mariner Absätze, werden sic in tertiären Schichten gefunden. Manche,wic namentlich bllimmuliim oder llmuicmlüm und ölilioln, sind ungemeinhäufig, und haben dann zur Benennung solcher Schichten nach ihnen alsNummulitcn- oder Lcnticulitcn-Kalk Veranlassung gegeben. Kleine Schei-ben von Erbsengrößc, aber flach, und aus vielen Kämmerchen zusammen-gesetzt, machen dieö Genus leicht kenntlich. Der Kalk, aus dem die ägyp-tischen Pyramiden aufgcführt wurden, wahrscheinlich ein Glied der Krcide-gruppc, besteht fast ganz aus den Schaalcn dieser Geschöpfe, und erklärtStrabon's Erzählung, daß die Arbeiter jener Riesenwerke Linsen auögc-strcut hätten, die dann zu Stein geworden seien, welcher ihnen als Materialzum Fortbaucn diente; so gehe die alte Sage. Meine Leser wissen jetzt,daß cö nicht die ägyptischen Arbeiter waren, sondern die auf der Erdober-fläche allmälig fortschreitende Sedimcntbildung, welche die linsenförmigenThicrgehäuse in den Stein cinschloß, der viele Jahrtausende später zum Bauder kolossalsten aller menschlichen Denkmale benutzt wurde.
Die eigentlichen Polypen der tertiären Schichten sind nicht zahlreich,im Ganzen wohl, weil so viele Stratcn dieser Periode aus Niederschlägensüßer Gewässer entstanden, und die wenigen Polypen, welche darin woh-nen, nur sehr zarte Hüllen besitzen. Man kennt wohl deshalb noch garkeine Sec schwämme (Ppongigo) aus dieser Zeit, und sollte sie, wennsic vorhanden wären, nicht, wie cs geschieht, unter den Polypen auf-
2) Im zweiten und dritten Fall pflegen die späteren Kammern immer größer zu wer-den, was sehr gegen die Richtigkeit der Annahme, daß diese Thicrc bryvzvcnartigc Polypensind, streitet.