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Geschichte der Schöpfung : eine Darstellung des Entwicklungsganges der Erde u. ihrer Bewohner ; für die Gebildeten aller Stände
Entstehung
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tiären Pflanzen aussprachcn. Jndeß nicht für alle Gegenden der damaligenErdoberfläche scheint es in gleicher Weise gültig zu sein, und namentlichsüdwärts unsicherer zu werden. In dieser Richtung schieden sich auch dietertiären Formen schärfer in östliche und westliche Repräsentanten, nament-lich bei Familien, welche, gleich den Edcntatcn und Bcutclthicren,auch jetzt ihre sehr beschränktenHeimathsortcbesitzen. Tertiäre Faulthicrc,sowohl kletternde wie grabende, die gegenwärtig ausgestorben sind, kenntman nur in Amerikanischen Tertiärschichten; und pflanzenfressende Bcutel-thicrc bewohnten damals, wie jetzt, nur Ncuholland, keine andere Erd-gcgcnd. Es ist demnach die tertiäre Epoche, wenn auch weniger uniformals die sccundärc, doch keineswegs, organisch betrachtet, so mannigfaltigund vollkommen gebildet, wie das gegenwärtige, postdiluvianischc Zeitalterunserer Erde.

Verfolgen wir die Klassen der Thierc im Einzelnen, so finden wir dieInfusorien unter ganz ähnlichen Verhältnissen wie in der Krcideperiodcwieder. Wir haben sic dort (S. 259) als constituirende Bcstandtheileganzer Schichten kennen gelernt, und zwei Familien, die kalkerdehaltigenForaminiferen, von den Kieselerde liefernden Barillaricn unter-schieden '). Gerade eben so treten diese Geschöpfe in den tertiären Schichtenauf, aber minder allgemein und häufig. Die Bacillaricn liegen in ein-zelnen kleinen Becken, deren Ursprung aus Süßwasscrscen in der Regel kei-nem Zweifel unterliegt, und bilden erdige oder mehlige Massen, die unterden Namen von Bcrgmehl, Kieselguhr, Polirschicfer und Tripel bekanntsind. Manche werden durch die Härte der Kicsclschaalcn, aus denen siebestehen, als Putzpulvcr brauchbar; andere enthalten noch so viele orga-nische Materie, daß sie selbst von Menschen, wie namentlich in Lappland,als Nahrungsmittel sich benutzen lassen, und, mit wirklichem Mehle gemischt,die Stelle des Brodes cinnehmcn. Die meisten stammen von den noch jetztan ähnlichen Orten verkommenden Gattungen ülavioul-,, knoillaris, Uaillo-nolln, bmnolia u. a. ab, und gehören einer Gruppe von Wesen an, überderen thicrischc oder pflanzliche Natur die Beobachter sich noch streiten. Diesgilt freilich nicht von den Foraminiferen; allein ob sic zu den Infusorienoder zu den Polypen gehören, ist keineswegs entschieden. Wir behandeln

1) Die früher (S. 238) angcdeutcte Bcrmuthung, daß die Foraminiferen Infuso-rien seien, rührt von Dujarrin her, gegen de» Eh renberg ausgetreten ist, indem erihnen ihre Stelle unter den Bryozven nachzuwcisen sucht. Obwohl diese Ansicht die rich-tigere zu sein scheint, so ist sie doch keineswegs ganz sicher begründet, und bedarf nocheiner umfassenderen Beweisführung durch neue Thatsachen.