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ihrer thicrischen Bewohner, welche in unseren Tagen sich das Tropengcbictals Heiinath auserkoren haben.
Beachten wir übrigens die Art und Weise, wie vegetabilische Restesich in den tertiären Schichten finden, so lernen wir außer dcu früher be-sprochenen Braunkohlenlagern (S. 267) noch eine Menge von Gebildenkennen, welche Pflanzcnthcilc in Abdrücken oder Bruchstücken umschließen.Besonders sind cS die Süßwasscrkalk- und Gypsschichtcn, in denen häufigAbdrücke von Blättern, kleinen Zweigen, oder ganzen Pflänzchen, zumalMoosen, sich erkennen lassen, und dadurch den Charakter der Binnenland-flora verrathcn. Doch hat man auch in marinen Niederschlägen, wie ebenim Grobkalk, Pflanzenabdrückc, die nicht von Mcergewächsen hcrstammen,beobachtet, während andere Schichten, z. B. die bekannten vom »laute boles,Scegcwächse mit Fischen und Landgewächsen untermischt umschließen. Auchder plastische Thon, sowohl der ältere, welcher unter den Braunkohlen liegt,als auch die jüngeren Streiten über dem Grobkalk, enthalten Pflanzcnblätterund Stammbruchstückc; ja selbst die etwas festeren Sandsteine dieser Periodepflegen ähnliche Petrificate zu liefern. So ist denn im Ganzen eine ergiebigeFundgrube fossiler Gewächse in tertiären Niederschlägen vorhanden, undschon deshalb die Flora dieser Periode viel reicher, als die Flora der sccun-därcn Epoche.
Die einzelne Betrachtung der Pflanzcnfamilicn, welche man bisheraufgcfunden hat, ist übrigens kaum nothwcndig, da die meisten Reste fossilerGewächse mir eben eine ganz allgemeine Bestimmung der Gruppe oder Fa-milie zulasscn, uud nie eine klare Darstellung des ganzen Vegetationscharak-tcrS liefern. Wir werden uns darum auf eine kurze Berücksichtigung solcherFamilien beschränken, deren Reste die eine oder die andere tertiäre Schichtganz besonders auszeichnen, und hiernach wird dann jeder Leser sich leichtein Bild von der gcsammten Flora der tertiären Epoche selbst zusammen-stcllen können. —Die unvollkommensten Gewächse des genannten Zeitraumssind Algen, namentlichSeealgcn oder Fucoidcn, von denen vielfache Spu-ren in den Grobkalkschichtcn am »lcmw boloo sich finden. Ihnen stehen dieMoose aus dein Pariser Grobkalk zunächst. Interessanter als beide Formenfür die Charakteristik der damaligen Verhältnisse ist das häufige Vorkommender Gyrogonitcn; kugelige oder elliptische, aus spiralig gewundenenSchläuchen gebildete Früchte dcr Charcn, nicht größer als Stecknadel-köpft, aber so häufig, daß ganze Schichten des Pariser GypseS oder oberenGrobkalks mit ihnen durchwcbt erscheinen. Die Pflanzcnform, von der sieherstammen, findet sich noch jetzt häufig in Lachen, Gräben, Teichen, selbst