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Geschichte der Schöpfung : eine Darstellung des Entwicklungsganges der Erde u. ihrer Bewohner ; für die Gebildeten aller Stände
Entstehung
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genügend ermittelt zu sein. Dagegen gehören die Sandsteine mit den Pfo-ten, welche man bei Hildburghausen gefunden hat, sicher zur Gruppe desbunten Sandsteins. Sic erscheinen hier als Abdrücke von Fußtapfen, welchein eine zwischen den Sandsteinen liegende Thonschicht sich eindrückten, wes-halb sic erhaben aus der unteren Fläche deö Sandsteins hcrvortrcten. Daßsie Thiercn, und zwar einem Vierfüßer, angchört haben, unterliegt keinemZweifel, ob cs aber ein Amphibiuin oder ein Säugcthicr war, bleibt frag-lich. Beide Ertrcmitäten vcrrathen, wie der nebenstehende Holzschnitt zeigt,Handbildung, mit senkrecht abstehendem nagellosem Daumen und 4 kurzendicken Zehen mit Krallnägeln; die vordere Pfote ist dabei nur ein Drittelso groß wie die Hintere, welche einer tüchtigen Mannshand an Größe gleich-kommt. Auf lebende Säugcthierc passen übrigens diese Spuren nicht genau,

hinterm. An den Tapfen erkennt man eine stnmpftre breite, fast senkrecht abstehende Zehe,und 4 spitzere, deren Spitzen aber nie scharf sind , sondern verschiedenartig zertrümmert;woraus man schließen darf, daß diese 4 Zehen Krallen trugen, deren Abdrücke beim Ab-hcbcn dcr Sandsteinplattcn abbrachcn. Undeutlicher sind die Krallcnspureu an den Vorder-pfoten. Nimmt mau nun a», daß die krallcnlose Zehe der Daumen war, so schritt, son-derbarer Weise, der rechte Fuß (4, 3) nach links, der linke Fuß (2) nach rechts über dieMittellinie der Spur (m n> beim Gehen hinaus. Das Thier ging also mit krcuzwciserStellung seiner Beine. Anzunchmcn, der sogenannte Daumen sei die äußerste kleinsteZehe gewesen, verbietet außer seiner Große und Stellung auch der tiefe Eindruck in denSandstein »eben dieser Seite der Spur, welcher anzcigt, daß die schlüpfcrigc Thonmaffc,worin das Thier trat, »ach der Seite des Daumens hin nachgab und sich empor drängte,offenbar weil in dieser Richtung der stärkste Druck beim Auftreten erfolgte. Der geht aber,wie jede Spur zeigt, stets »ach innen gegen die Mittellinie zu, uic nach außen, wenn nichtetwa das Thier ausglitt. Ich habe nämlich schon im Tert erwähnt, daß die Fußtapfcnund die Qucrriffe zwischen ihnen auf den Sandstcinplattcn erhaben erscheinen, nichtvertieft, weil diese Sandsteinplattcn nur den Abdruck von den eigentlichen Fußtapfcnenthalten, welche i» eine dünne, zwischen den Sandsteinen liegende schlammige Thvnschichteingedrückt waren. Diese Thonschicht zertrümmert beim Abhcbcn der Sandsteinplattcn,wegen ihrer Weichheit und geringen Stärke, doch bemerkt man au mehreren Stellen nochReste derselben. Sie war, während die Thierc über sic wcggingcn, der Sonne ausgcsctzt,lag also auf dem Trocknen, und zerriß wegen des schnellen Austrvckncus in unregelmäßigeKlüfte, die sich ans de» Sandsteinplatten auch als crhabcne Lcistcu darstellcn. EinigeBeobachter haben i» diese» Leisten Wurzclgeficchtc von Gewachsen sehen, sogar Blätter' daran erkennen wolle»; ich finde au de» mir zugänglichen Eremplarcn der Sandstcinplat-ten keine Gründe für eine solche Ansicht, und glaube, daß schon die isolirtc Stellung vielerLeisten, ihr sanftes Auskcilcn nach beiden Enden, und die kluftförmigc, scharfeckige Gestaltaller die genügendsten Gegenbeweise darbictcn. Meine Zeichnung lehrt das deutlich. Diekleinere Spur der Vorderpfote steht übrigens nie so regelmäßig, wie die Hintere, sonder»weicht thcils nach innen, thcils nach außen, bisweilen etwas nach vorn in ihrer Stellungzur Hintere» Pfote ab.