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Geschichte der Schöpfung : eine Darstellung des Entwicklungsganges der Erde u. ihrer Bewohner ; für die Gebildeten aller Stände
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erreichen, faßten wir die Labyrinthodontcn ganz besonders deshalb ins Auge,weil ihre Mitglieder die ältesten Landbewohner unter den Rückgrat-thicren waren, und als Zeugen einer völlig eigenthümlichcn Thierfamiliedie Glieder der Triasgruppc durch ihre Reste vorzugsweise charakterisircn.Oberhalb des KeuperS giebt cs keine Labyrinthodontcn mehr, sie starbenaus, als die nicht minder merkwürdigen Bclcmnitcn und Ammoniten dieOberfläche unseres Erdballs zum ersten Male bevölkerten; aber gleichzeitigmit ihnen lebten noch andere merkwürdige Amphibien: dieSccdrachcnoder Halidrakonen, als die ältesten Vorbilder der späteren Mcercidechscnoder Enaliosaurcn, von denen sie wohl nur generisch sich unterscheiden.Man kennt freilich ihre Reste nicht so genau, wie das Knochengerüst derJchthyosauren; aber besser und vollständiger, als das der Labyrinthodontcn,ist cs uns erhalten. Im Ganzen herrschte die Bildung von klesios.aurusbei ihnen vor, namentlich in dem langen Halse und der Erweiterung desmit viel größeren Zähnen versehenen Schnautzcnthcilcs am Kopfe; alleindie Zähne selbst sind anders gebaut, die Alveolen getrennt und die Gau-mcnflächc, obgleich zahnlos, doch dem Typus der Labyrinthodontcn nichtunähnlich. Auf der Rückcnseite ist ihr Schädel an dreien Paaren großerLöcher (Nasenlöcher, Augenhöhlen und Schläfengrubcn) hinter einander, dievon vorn nach hinten an Ausdehnung zunehmen, leicht zu erkennen. Dereinfache Gclcnkkopf am Hinterhaupt wurde schon erwähnt. Nach der Formder Zähne, die sich am besten erhalten haben, unterscheidet man mehrereGattungen (dlolkiosaurus, Orgoossmus, 6olioIüosaui'u8) aus dem Muschel-kalk. Dieselbe doppelte Entwickelung des Amphibientypus, welche dieTriasgruppe enthält, findet sich ausgezeichneter im Jura wieder, und erreichtin ihm ihre höchste Blüthc, endet aber auch bald hernach ganz. Denn wäh-rend auf der einen Seite die Eidechsen sich wiederholen und Krokodile, sogarSchildkröten, sich ihnen bcigescllcn, wodurch augenscheinlich der gegen-wärtige Entwickelungögang in seinen Haupttypcn klar hcrvorblickt, tretenneben ihm die paradorcn Sccdrachen in neuen und weiter fortgcführten Re-präsentanten auf. Diese Geschöpfe, ohne Zweifel die merkwürdigsten, welchedie Erde je hcrvorgebracht hat, jene früher betrachteten Labyrinthodontcnvielleicht ausgenommen, bedürfen daher einer ausführlichen Berücksichtigung.Jin Allgemeinen den Krokodilen in der Kopfbildung nicht unähnlich, sindsic von ihnen durch die Lage der Nasenlöcher am Hinteren Ende des Gesichtesdicht vor den Augen, durch die in einer gemeinsamen Furche steckenden Zähne,den großen knöchernen Augcnring und die Form des Gaumengerüstcs wesent-lich verschieden. Besonders aber weichen sie durch die coneavcn Bcrührungs-