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Paar tiefe Gruben an dcr Spitzt dcö Gaumens hinein. Vielleicht warendiese Gruben oben geöffnet, und aus ihnen ragten die Spitzen derFangzähnchervor. Wie gewagt auch eine solche Annahme lauten mag, sie ist noth-wendig wegen der Länge dcr Zähne, und wird durch eine von Herrn Plic-ninger gelieferte Abbildung, welche den Unterkiefer des klastmlonsourusnoch in seiner natürlichen Lage zeigt, als richtig bewiesen. So viel läßtsich vom Kopfe dcr Labyrinthodonten sagen; ich muß fürchten, meine Leserzu ermüden, wollte ich mich die übrigen Reste ihres Körpers besprechen,und begnüge mich mit dcr Andeutung, daß ihr Rumpf von feinen hornigenZiegclschuppcn bedeckt war, und an dcr Kehle drei große Knochenplattcn(Fig. 4)trug, deren Oberfläche eine gleiche grubig - streifige Skulptur mitden Kopfknochcn besaß ^). Die Schlankheit des Kopfes läßt einen eben soschlanken Körperbau vcrmuthcn, dem wahrscheinlich ein langer Schwanz nichtfehlte. Die Gliedmaßen waren ohne Frage kurz, wie gewöhnlich bei Amphi-bien, aber kräftig, und die Zehen vielleicht nicht so lang, wie bei den Eidech-sen, sondern kürzer, plumper, ähnlich denen der Sumpfschildkröten. Dafürsprechen gewisse Fußtapscn, welche man auf Gesteinsschichten angctroffenhat, in denen die Labyrinthodontcnknochen Vorkommen; wir wollen sie jedochjetzt nicht weiter in Betracht ziehen, sondern erst am Schluß des Abschnittesbesprechen, hier genügt uns die Feststellung der Labyrinthodonten nach ihremKnochenbau als eine Familie dcr Amphibien, deren Einordnung ins Systemdcr gegenwärtig lebenden Gestalten unmöglich ist, weil sic Typen in sich ver-einigt, die heutiges Tages als sehr wesentliche Gruppcnuntcrschicdc über dieSchildkröten, Krokodile, Eidechsen und Frösche oder Salamander zugleichverthcilt sind. Ihre Gcsammtform aber scheint cidcchscnartig gewesen zusein, gleich der von Ichthyosaurus, ihre Fußbildung dagegen plumper.Vermöge des Schuppenkleides sind sie den bedeckten, wegen dcö doppeltenCvndylus am Hinterhaupt den nackten Amphibien verwandt.
Wir haben uns lange bei den Labyrinthodonten aufgehalten, weil csgalt, aus wenigen Resten das ganze Bild des Geschöpfes hcrzustellen undden Leser durch eignes Entführen in den Gang einer solchen Untersuchungzugleich von der Schwierigkeit wie Löslichkeit der gestellten Aufgabe zu über-zeugen. In dieser Beziehung die crstcrc nicht scheuend, um die zweite zu
ö) Meine Figur 4 stcllt die drei Knochcnplattc» zwar i» natürlicher Richtung, aberaus einander gelegt dar; die mittlere («) lag Hinte» auf dem Brustbein »nd reichtemit dcr Spitze bis zwischen die Unterticfcrästc, die seitlichen (/S/i) umfaßten die HalS-scite».