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Nach ihrem Vorkommen in der früher (S. 250) geschilderten Weise scheinensic Korallenriffe rund um die bereits gehobenen höheren Landstriche gebildetund einen Damm im Meere ausgeführt zu haben, der sich am besten mit denRiffen der Südsce an den Ostküsten Ncuhollands vergleichen läßt. Darauserklärt sich leicht ihre ungeheure Menge. Sie gehören übrigens fast ganzzur Gruppe der Lithophyten, deren Arten Mitglieder der schon damalshäufigen Gattungen Uillkpoia, ^straeg, Naognürina, Lar^opliMs undbllmgia zu sein pflegen, und mit anderen ausgestorbcncn Gattungen ge-mischt Vorkommen. Neben ihnen erscheinen die weichen, wahrscheinlichnicht thierischen, sondern dem Pflanzenreich zustehenden Schwämme oderSpongicn unter den Formen 8c;plns und Irg»os, wie sie die Gegen-wart ebenfalls aufzuwcisen hat''). Von Brpozoen finden sich Lselmrs,Intriosria, Stomatopora und andere, unseren heutigen Gruppen ganz ähn-- liehe Gestalten In der Kreide trifft man zwar noch viele Polypen, alleinnicht mehr in so großen Massen nebeneinander; auch nehmen die Litho-phytcn besonders stark ab, wodurch der Charakter förmlicher Korallenriffe,wie sic das Juragcbirgc darbictet, verloren geht. Im Ganzen sind auchhier die Polypen häufiger in den oberen eigentlichen Kreidcschichten, als inden unteren (der Ncoco m i c) und den mittleren (dem Gault, S. 254)Gliedern; sic gehören meistens den kleineren Formen der Escharinen,Ccllcporincn, Polythalamicn oder Forum inifeucn (S. 255)an, und scheinen durch die Menge der Arten wie Zahl der Individuen einesehr wichtige Rolle in damaliger Zeit gespielt zu haben, wenn gleich nichtalle Hauptformcn der Klasse in ihnen vertreten sind. Indessen finden sichviele noch lebende Gattungen neben ausgestorbcncn, der Kreide cigenthüm-lichcn und älteren, welche sic mit dein Jura gemein hat. Zu letzteren ge-hört die sonderbare Lithophytc vietxopkvllia, welche der lebenden Gattung48t,-goa verwandt zu sein scheint. Auf die große Rolle, welche die Spon-gicn auch in der Kreide gespielt haben, ist schon früher (S. 258) hingc-wicsen worden, Sic scheinen hauptsächlich die Kieselerde des Kreidcmecrcs.sich ungeeignet und zur Entstehung der Feuersteine Veranlassung gegebenzu haben. Die Gattung Sipkonia ist hier die artenreichste.
Die Radialen der Trias sind sehr charakteristisch; am allgemeinstenverbreitet finden sich noch Crinoidccn mit hohem, rundem, rankcnloscmStiel, welche der Gattung blncrinus angchören und nur in der einen Art
3) Manche Spongien sind ungemein häufig, und werden zu sichere» Lcitmuschcln,wie z. B. die Sgonxia rluroeoraMuni, für die bunten Mergel unter dem Muschelkalk,