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weil die Thierc dcr Vegetabilicu zu ihrer Eristcnz bedürfen und keine orga-nische Materie unmittelbar ans den Elementen bilden können, wie diePflanzen. Fressen also gleich viele Thicre andere Thicre, so fressen doch diesezuletzt immer Pflanzen, und das Thier, als Begriff aufgefaßt, nimmt nichtsin seine Substanz auf, was nicht schon in irgend einer Form als organischeMaterie eristirt hat. Daher kann auch in der ältesten Schöpfungsperiodckein thierischer Organismus vor vegetabilischen gelebt haben, wenn cs gleichdenkbar ist, daß beide in kurzen Pansen nach einander entstanden und schonsehr früh neben einander lebten.
Das thicrische Leben selbst zeigt übrigens während dieser ältesten Pe-riode keinen so gleichartigen Charakter, sondern ändert sich mehr, als dasPflanzenreich, mit den auf einander folgenden Schichten. In den unterstenStratcn, den Gliedern der Grauwackensormation, herrschen die Polypen,Radialen und Mollusken vor, indeß erscheinen auch hier schon sehr zahl-reich krebsartige Thicre, aber sehr selten Fische, als erste Repräsentanten derRückgratthierc. In den eigentlichen Kohlcnschichtcn nehmen die Radialen,und zwar die Crinoideen, welche allein in dieser Formation auftrcten,an Mannigfaltigkeit zu; desgleichen die Ccphalopode n unter den Mol-lusken ; dagegen werden die krebsartigen Thierc minder zahlreich, währendsich die ersten Landgliederthicrc, nämlich Skorpione und Insektenentstellen, aber auch die Fische sich mehren. Letztere erreichen endlich inder Zcchsteingrnppe, und besonders im Kupferschiefer, ihr Marimum, und.neben ihnen erscheinen schon seit der Kvhlenbildung Amphibien, als erstelandbewohnende Rückgratthierc. Dies ist die Entwickelungsrichtung, welchedas Thicrrcich in dcr ältesten Periode dcr Organisation verfolgt. —
Untersuchen wir die hierher gehörigen Formen mehr im Einzelnen,so erkennen wir bald eine völlige Umkehrung dcr numerischen Verhältnissezwischen den damaligen Geschöpfen und ihren jetzt lebenden Repräsentanten.Beiden Polypen, wo die Einfachheit des Grundtypus keine so großeDifferenz zuläßt, ist das weniger augenfällig, als besonders bei den Cri-noidcen und Ccphalopoden. Sämmtliche Arten dieser Gruppengehören Familien an, die entweder in der Gegenwart ganz fehlen, oderbloß durch eine einzige lebende Form vertreten werden. Ganz ebenso,oder eigentlich noch greller different, erscheinen die Kr ebsc und Fische;denn von ihren ältesten Repräsentanten, den Trilobiten, giebt es heu-tiges Tages nur annäherungsweise ähnliche Formen, und die ccksch üp-pigen Knochenfische (Ganoidcs) fehlen bis auf zwei Gattungen:pol^uerus und Uepillostous, der Gegenwart ganz. Endlich erscheinen