441
Stammes herrührcnde Stücke, an denen die guincunrialen, mitunter nurin zwei gegenübcrstchcnden Reihen sichtbaren Blattnarben zwischen zahl-reichen Stammschuppen bemerkt werden. Dagegen kennt man die Blatt-wedel mit den Früchten noch nicht, weil Farrcnkrantblätter nicht vcrkiesclt,sondern nur als Abdrücke, zumal im Schieferthon,'Vorkommen, den Stämmeführenden Sandschichten aber gewöhnlich fehlen. Sehr häufig erscheinensic auf den genannten Schichten, besonders im Hangenden der Kohlen, undverhalten sich, was ihre Formen betrifft, ganz wie die lebenden Arten.Einfache Blätter sind selten, sic scheinen nur den Gattungen Dioniupwi-mund sHo88«g)l(U !s eigen zu sein; d>L gefiederten Blätter herrschten also schondamals eben so vor, wie noch jetzt. Ihre Gruppirung geht vom Abcr-oder Gefäßbündel-Vcrlauf aus. Bei poooptens (Fig. 6), der Gattungmit den meisten Arten (man kennt gegen 80), findet sich ein Hauptnerv inder Blattmittc, von dem her zu jedem Nebenblatte oder Läppchen ein Mit-telast sich begiebt, der daselbst einfache ober gabclig gcthciltc Acste »ach bei-den Seiten abschickt. Dabei ist die Blattgrundform einfach gefiedert oderfiederspaltig. 8pkenopteris hat vielfach gelappte, divcrgirendc Wedel, miteinfachen oder gabeligcn Adern in jedem Lappen. Bei IXouruptoi'm (Fig. 7)vcrthcilcn sich die Adern des gefiederten Blattes mehrmals gabclig durchdie Seitenflächen der Blattsubstanz und bei OäonUgUoris gehe» sie in jedemLäppchen nicht von einem besonderen Mittclncrvcn aus, sondern entspringenan mehreren Punkten seiner Basis. Geschieht diese Vcrtheilung fächerartigvon einem Punkte der Basis her, so entstehen verschiedene Gattungen, jenachdem die Blättchen einfach aber gestielt (l^clopteris), oder einfach undungcstielt (llvmenopteris, Fig. 8), oder tief gelappt sind (Solüropwris).Alle drei Gattungen und die vorigen haben unverbundene, einzeln bis zumBlattrandc verlaufende Adern; bei mehreren, wie Iwnclioptoi-is, 61a-Uirnpto, is und plckobopteris (Fig. 9), verästeln in sich netzartig und stoßenim weiteren Verlaufe maschcnförmig zusammen. Diese Formen sind dieseltensten. Im Ganzen kennt man übrigens gegen 300 verschiedene Farren-kräuter aus der Stcinkohlcnformation.
So überaus zahlreich, wie nach diesen Mitthcilungen die Gruppe deraeotyledonischen Gefäßpflanzen gewesen sein muß, findet sich keine zweiteFamilie des Pflanzenreiches weder hier, noch in irgend einer andern Periodewieder; überall nimmt in späteren Zeiträumen die Vegetation einen ge-mischten, und was ihre einzelnen Repräsentanten betrifft, einen höherenEntwickelungScharaktcr an. Wir kennen freilich noch einzelne Spuren- vonpalmenartigen Gewächsen, welche wahrscheinlich dieser Periode angehörcn,