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Geschichte der Schöpfung : eine Darstellung des Entwicklungsganges der Erde u. ihrer Bewohner ; für die Gebildeten aller Stände
Entstehung
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dünnen Scheidewände seines Jnncrm gingen nämlich schon früh verloren,sei es durch Eintrocknen während des Lebens, oder später durch Fäulniß,und »erreichen sich am Stcinkcrn nur noch als Einschnürungen, an denendie erhaben abgedruckten Furchen altcrnirend in einander greifen (Fig. 2).Wulstförmigc Anschwellungen, welche sich über die obere Grenze der Kam-mer erheben und um so dicker werden, je höher sie sind (Fig. 1 , Fig. 2),deuten den Ursprung der Zweige an und beweisen, daß auch sic in gleicherHöhe mit gewissen Scheidewänden rund um den Stamm entsprangen(Fig. 1, ll); wo aber die Früchte saßen, bleibt ungewiß, doch läßt sich mitGrund annchmen, daß sie an den Spitzen der Zweige und des Stammeshervorbrächen. Dafür spricht die Analogie der Equisctcn, welche zwarebenfalls schon in der Kohlenformation, aber häufiger in der Periode desKeupers Vorkommen und den Calamiten am nächsten standen. Die Ab-bildung von blguisetum eolamngro (Fig. 7) aus dem Keuper zeigt uns einStengclstück mit den zu einer Scheide verwachsenen fein zugcspitzten Blät-tern (r s), deren Ursprung auch einer Scheidewand im Innern des hohlenglatten Stengels (r >>) entspricht, die aber nicht an dieser Stelle plötzlichbeginnen, sondern noch weiter abwärts am Stamm als feinere Furchen (r t)angedeutct erscheinen. Der Equisetcnstamm war inwendig ebenfalls ge-furcht, aber außen glatt, während er bei den lebenden Equiscten sich um-gekehrt verhält, und die Scheidewände standen unten einander näher, alsoben. Der Stannncylindcr hatte übrigens wieder hohle Räume, Luftgängc,in seinem Inneren, und bestand offenbar aus einem sehr lockeren Gewebe.Das scheint auch vom Calamitcnstammc zu gelten, wie die verkohlten Resteeinzelner wohl erhaltener Ercmplare des Kohlensandstcins beweisen. Einsolches zeigt uns Figur 5 im Querschnitt, aber sehr verkleinert; währendFigur 6 einen Theil desselben in halber natürlicher Größe darstcllt. In derschwarzen Kohlcnmasse, deren innere wie äußere Oberfläche gefurcht erscheint,treten große Lücken (ll und m) als Querschnitte von weiten Luftgängen auf,mit denen andere kleinere Luftkanälc abwechseln. Eine weichere lockereObcrhautlage (u n) scheint den ganzen Stamm bekleidet und ihm da-durch das glatte Ansehen auf der äußern Fläche verschafft zu haben; dennimmer umgeben den festen Kohlencylinder kleinere hautförmigc Kohlenfetzcn(Fig. 5), welche von einer abgelösten äußeren Schicht, oder von Blätternhcrrühren müssen. Die im Inneren bemerkbaren ähnlichen Kohlenstreiscnlassen sich als eine innere Oberhaut, oder als Reste der Scheidewände deu-ten. So viel steht nach allen Wahrnehmungen fest, daß die Calamiten undEquiscten sehr ähnliche Gewächse waren und von einander hauptsächlich