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Weiden uns begegnet, kommt eS in der gemäßigten Zone überhauptnicht. Erst im Bereich der Wendekreise, oder nahe an deren Grenzen,treten die Riesen des Pflanzenreichs, die schlanken Palmen (S. 358>oder die baumartigen Urticccn (S. 360), Viticecn und Malva-ccen (S. 362) auf, mit denen die durch gleich vollkommen entwickelteBlumen oder Früchte ausgezeichneten Myrtaceen, Aurantiaceenund M agnoliacecn (S. 362) sich zu verbinden pflegen. Auch die fastalle Grade der Vollkommenheit in sich vereinigende Kusu (S. 350) fehltdann nicht mehr in der durch Palmen, Brodfruchtbäumc und Orangenbelebten tropischen Landschaft. — Anders verhält sich in dieser Hinsicht dasThierrcich. Zwar nimmt auch in ihm die Zahl und Mannigfaltigkeitder Arten zu, je mehr wir vom Pol auS dein Acquator uns nähern, aberdie Größe der Individuell hält damit nicht überall gleichen Schritt. Geradedie größten Kolosse der Thierwelt, die Walfische, leben in den eisigen,kalten Zonen; und unter den Landbewohnern übertrifft der Eisbär alleanderen Raubthierc der Erde absolut an Größe, das Rcnnthicr alleanderen Hirscharten wenigstens in der relativen Ausdehnung seines Ge-weihes. Indessen nur bei den Säugcthicrcn scheinen solche Aus-nahmen vom allgemeinen Gesetze vorzukommen; unter den Vögeln,Amphibien und Fischen hat die Trvpcnzone stets die größten Artenaufzuweiscn und nicht anders dürste cs bei den Mollusken und Glle-dert hi crcn bis zu den Würmern hinunter der Fall sein. Bei denRadiatcn und Polypen, deren Körpergröße überhaupt nur geringist, trägt nicht die größere Masse der einzelnen Individuen, sondern nur dieFülle zahlreicherer Arten der Tropenzvnc den Sieg davon, und beurkundetihre höhere Fruchtbarkeit. Im Ganzen ist jedoch die an das Meer ge-fesselte Organisation keinen so grellen, durch Klimatc und Zonen bedingtenUnterschieden unterworfen; denn in diesem Elemente hat sich das organischeLeben überall gleichförmiger entwickelt und von den relativen Verschieden-heiten feiner Umgebung um so unabhängiger erhalten können, je abhängiger-es anderer Scitö von der nachhaltig eingreifenden Wirkung des Wasscröals Lcbcnsclcmcnt überhaupt bei seinem ersten Ursprünge gewesen zu seinscheint. —
Verfolgen wir demnächst in unserer Betrachtung die westöstliche Rich-tung der Erdoberfläche, so lautet das Resultat, zu dem wir kommen, durch-aus anders. Wenige nicht sehr bedeutende Schwankungen, welche dieKrümmungen der Isothermen angebcn, abgerechnet, bleiben wir in die-ser Richtung wandernd überall aus der Erde innerhalb derselben Organi-