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Geschichte der Schöpfung : eine Darstellung des Entwicklungsganges der Erde u. ihrer Bewohner ; für die Gebildeten aller Stände
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dic mittleren Schädelwirbel anhcften, allein bald, wie cs das Bcdürfnißeiner kräftigen Wirkling fordert, inniger mit ihnen und den benachbartenKnochen sich verbinden. Alsdann haftet der vordere oder Oberkiefer amersten und zweiten Schädelwirbcl, zugleich durch den Jochbogcn mit demOhrknochen oder Schläfenbein sich verbindend, der Hintere oder Unter-kiefer stößt an eben diesen Knochen, und stützt sich vermittelst desselben aufdic hintersten Schädelwirbcl. Beide Kiefer bewegen sich senkrecht gegeneinander, nicht wagcrccht, wie bei den Gliedcrthicrcn, und haben einenhornigen Uebcrzug zum Kauen oder Abschneidcn, der bald durch Aufnahmevon Kalkcrdc in knochcnartige Gebilde oder Zähne übergeht. Der Vereindieser den Schädelwirbclu angcheftctcn Knochen bildet daS Gesicht. Inseiner Formirung hat dic Natur eine große Mannigfaltigkeit an den Taggelegt, und in den Größcnbezichungcn desselben zum Schädel den geistigenGehalt der Geschöpfe angcdeutet. Der Mensch, allen Thicren in dieserBeziehung vorgezogeu, hat relativ das kleinste Gesicht und den größtenSchädel.

An den Bewegungsorganen oder Ertrcmitäten verfolgt dic Entwicke-lung der thierischcn Organisation, was zunächst ihre Zahl betrifft, denselbenWeg weiter, welchen sic schon bei den Glicdcrthicrcn betrat, indem sic denhöheren Entwickclungsformcn zwar immer weniger, aber dafür im Einzel-nen desto vollkommncrc Organe beilegte. Dic Zahl sechs, die kleinste,welche bei Gliederthiercn sich findet, wird bei den Rückgratthicrcn noch umein Paar verringert, zugleich aber bei den Fischen, wo dic Größe derBewegungsorgane unzureichend ist, ein aeeessorischcr Apparat in den un-paaren Flossen dargestcllti Indem sich nun dic vier Bewegungsorgane derRückgratthicre paarig an das vordere und Hintere Ende dcö Rumpfes vcr-theilen, suchen sie, als Träger und Stützen des ganzen Körpers, zunächsteine solide Basis zu gestalten, von welcher ausgehend sic sicher ihre Verrich-tungen vollführcn können. Dadurch entsteht ein cigenthümlicher Knochen-ring, welcher an die obere und untere Wirbelsäule sich anhestct, mithin inzwei Hälften, eine linke und eine rechte, zerfallen muß. Jede Hälfte istwieder in eine obere und eine untere getheilt, die beide da, wo sic an ein-ander stoßen, eine geräumige Gelcnkung bilden. So besteht denn jederRing aus vier Vierteln oder Quadrante n. Allein hiermit ist sein all-gemeiner Typus noch nicht erschöpft, er bekommt einen neuen typischenCharakter in der Verdoppelung aller unteren Quadranten. Offenbar rührtdiese Vermehrung von einer allgemeinen Ursache, und wahrscheinlich vondem Umstande her, daß dic Gliedmaßen ihrer ganzen Anlage nach hinter

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