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bald die innere (hinten) mehr entwickelt. Auch in den wahren Bewegungs-organen bleiben beide Glicdcrrcihen sichtbar, so lange sic bloß zum Schwim-men dienen; alsdann haben beide Reihen bald gleiche, bald ungleiche Längeund sind mit langen Borsten besetzt, die sich beim Rudern ausbrcitcn. Indieser Form heißen sic Flossen. Ist aber nur noch eine Glicdcrreihc vor-handen, und das Organ eine harte kräftige Stütze des Körpers geworden,die zum Gehen taugt, so nennt man es Fuß. Aus solchen Modifications-clementen ist die typische Mannigfaltigkeit der Krebse zusammengesetzt; über-blicken wir sic nun im Zusammenhänge. —
Der Brustkasten wird bei den Krebsen, wie bei allen hctcronomenGliederthiercn, das vorzugsweise den Charakter der Gruppe bestimmendeOrgan; er zeigt uns bei den Crustacccn nicht bloß einen zwiefachen Nume-rus seiner Glieder, sondern auch Produkte jedes einzelnen Numerus, dieweiterhin nicht wieder Vorkommen. Beide Momente bezeichnen einen Krebsmit positivster Gewißheit. Der erste Numerus ist Drei; er tritt viel-leicht nur einmal (bei lP'pei^) als Einheit aus, und erscheint in der Regelin mehrfachen Produkten (zweimal, dreimal, selbst viermal), deren Klarheitindcß durch das Uebcrgchen einzelner Ringe mit ihren Gliedern in denKopf, wo sich die letzteren zu accessorischen Mundtheilcn gestalten, getrübtwird. Ich nenne diese Gruppe der Krebse wegen großer meist lcdcrartigcrSchaalen, die sie zu bedecken pflegen, Ostracodermcn, und trenne sicin zwei Unterabthcilungcn nach der Metamorphose. Von,ihr muß zunächstdas Wichtigste gesagt werden.
Sehr viele Glicderthicre verlassen das Ei unter einer Form, die vonder spätem des reifen Lebensalters gar sehr verschieden ist. Sic müssenalso durch allmäligc Umwandlung, wobei sie jedesmal die ganze frühereOberhaut abstrcifcn, sich häuten, wie man sagt, in die spätere Formübergehen. In der Regel vermehren sich dabei nicht bloß die Bewegungs-organe und Sinneswerkzeugc, sondern sie vergrößern sich auch einzeln;selbst dann, wenn ihre Zahl abnimmt, was bei den Insekten der Fall ist.Dadurch bekommt daS Thier im reifen Lebensalter größere Freiheit undüberhaupt eine höhere organische Entwickelung. Man nennt deshalb seineMetamorphose eine fortschreitende. Allein einige Gliedcrthierc, beson-ders Parasiten, gehen in vielen Beziehungen mit fortschreitendem Alterrückwärts, verlieren Augen und Fühler, die sie in der Jugend hatten, undbehalten mitunter (Lcrnäcn) gar keine äußeren Bewegungsorgane. DieseMetamorphose nannte ich rückschreitend. — Unter den Ostraeodcr-mcn treffen wir ans mehrere Gruppen, woselbst rückschreitendc Mctamor-