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Geschichte der Schöpfung : eine Darstellung des Entwicklungsganges der Erde u. ihrer Bewohner ; für die Gebildeten aller Stände
Entstehung
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Höbe. Früher hielt man die Samenkörperchen, wegen der eigenthümlichenBewegungen, worin sic gcrathen, wenn sie ihre Bildungsorte verlassen, füreigeneThierc und nannte sie Samenthicrchcn tSpermatozoen). BeiderleiGenerationsorganc konnncn allen Thicren zu, aber gewöhnlich sind sie anverschiedene Individuen vertheilt; die mit Eicrstöckcn begabten heißen dannweibliche, die anderen männliche. Indem sich die einen oder die ande-ren Organe zunächst um die centrale Höhle in konstanter Zahl verthcilen,bedingen sic den weitem Numerus der übrigen. Ai» deutlichsten sieht manihn und die damit harmonische Negularität am Nervensystem, das einenRing um den Schlund, den Eingang zum Magen bildet, von dem Radienin gewisser, dem Grundnumcrus entsprechender Zahl sich zur Peripherie desThicres begeben und an ihr verlaufen. Bisweilen enden diese Nerven miteigenthümlichen Sinnesorganen, namentlich Augen, welche sich durch ihrrothes Pigment zu verrathen pflegen. In gleicher Weise pflegt die Mus-kulatur der regulären Thierc geordnet zu sein; ringförmige Muskeln oberSphinktern um den Mund und den After sind die Centra, woran andere,in peripherischer Lagerung meridianartig vcrthciltc Muskelstreifcn, demZah-lcngcsctz des Nervensystems und der Genitalien folgend, sich anhestcn, denLeib umgeben und durch ihre oft rhythmischen Bewegungen das ganze Thierin Bewegung setzen. Auf dieser Stufe der Entwickelung reicht auch die ein-fache Höhle zur Ernährung deö Individuums nicht mehr hin, es stellt sichvielmehr eine Sonderung ihrer Verrichtungen in verschiedene Organe ein,welche von jetzt an allen höheren Organismen zukommen. Dreierlei Tätig-keiten sind cs, in welche diese Sonderung sich auflöst, die Verdauung, dieA t h m u n g und der Blutlauf. Die Verdauung scheidet in der verdauen-den Höhle, welche, sobald sic ein zylindrischer Kanal wird, den NamenDarmkanal erhält, aus den angenommenen Nahrungsmitteln die brauch-baren Nahrungsstoffe ab, und führt dieselben mittelst der Aufsaugung ihrerMembranen in die Gefäße: feine zylindrische verästelte Röhren, welche sichdurch den ganzen Körper, seinem Typus gemäß, verbreiten, und ihren In-halt theils von der Peripherie zum Centrum fortschaffen (Venen), theilsvom Centrum aus zur Peripherie (Arterien). Dieser Inhalt ist das Blut,die eigentliche Nahrung aller thierischcn Organe, eine Flüssigkeit, in welcherisolirte fertige Zellen von allermeist flachschcibcnförmigcr Gestalt und ellip-tischem Umriß, deren gewölbter Kern die Mitte der Scheibe einnimmt (Blut-körperchen), oder noch unvollendete als.runde Zcllcnkerne (Lymphkügelchen)schwimme». Sic wird vom Nahrungskanal bereitet, durch sciue Wäudcaufgesogcn, in die Blutgefäße zunächst unter den Wänden des Darmes