Druckschrift 
Geschichte der Schöpfung : eine Darstellung des Entwicklungsganges der Erde u. ihrer Bewohner ; für die Gebildeten aller Stände
Entstehung
Seite
366
Einzelbild herunterladen
 

:;66

in einzelnen Tertiärschichten, eine geologische Rollt, und werden, ihrerKleinheit wegen, auch in der Gegenwart leicht übersehen.

Die regulären Thiere haben immer ein centrales Hanptorgan,welches zur Aufnahme der Nahrung dient und als Mittelpunkt für dieGruppirung der anderen Körpertheile zu betrachten ist. In der Regel führtzu diesem Organ, als der verdauenden Höhle, eine weite Oeffnung, derMund; indeß finden sich statt seiner auch viele einfache Poren, oder ver-längerte röhrenförmige Mündungen, sogenannte Saug röhren, welchenur Flüssigkeiten hinburchlassen, mithin die Nahrungsstoffe nicht eigentlichverschlucken, sondern sic ihrer nahrhaften Säfte berauben, letztere allein inden Körper des Thicres überführcnd. Dann fehlt noch der After, wieüberhaupt sein Erscheinen bei regulären Thieren eben so oft Ausnahme alsRegel ist. Neben dem Hauptorgan, das für die Erhaltung des Indivi-duums bestimmt war, treten vor allen anderen die zur Erhaltung des Art-typus »öthigen Fortpslanzungswerkzcugc hervor, und lagern sich unter derForm hohler, die Gcncrationsstoffc absondcrnder Schläuche rings um daseinfache Verdauungsvrgan, oder neben den zahlreichen Saugröhren. Ent-halten diese Schläuche größere kugelige oder ovale Zellen, deren feinkörniger,gefärbter, meist gelber, grüner oder rothlicher Inhalt eine centrale viel kleinereZelle umschließt, so nennt man sie Eicrstöckc und jene Zellen selbst Eier.Der körnige, von einer besonderen Haut umschlossene Inhalt des Eies bildetden Dotter, die kleine Zelle im Inneren ist das Keimbläschen, das Pri-mitivgcbilde des Eies, welches allen anderen Theilen vorangcht und dasganze Ei bilden hilft, indem es den Dotter um sich sammelt, ihn gewisser-maßen an sich zieht. Erst wenn das geschehen ist, umgiebt sich das Ei miteiner Schicht homogenen wasserklaren Eiweißes, dessen Menge je nach denGruppen der Thiere verschieden sein kann und dessen äußere Hülle gewöhn-lich zu einer Schaalc erhärtet, Aber nicht alle GcnerationSorgane enthaltenEier, es gicbt eine zweite Art, deren Schlauch im äußersten Ende zwar eben-falls primitive klare Zellen, ähnlich den Keimbläschen, erzeugt, allein diesekundären Gebilde sammeln sich nicht um dieselben, sondern sic entwickelnsich in ihnen. Jene Zellen werden dann trübe, füllen sich mit feinkörnigemBildungsmaterial, theilen durch Furchung dasselbe in gewisse gleiche Portio-nen und bilden daraus neue Zellen, deren Inhalt später eine konstante, ge-wöhnlich fein fadenförmige Gestalt annimmt. Diese Fädchen oder die ihnenanalogen, anders geformten Gebilde heißen Samenfäden (Spermatvidcn);die Flüssigkeit, in der sie schweben, nachdem sic ihre Brutzelten verlassen haben,ist der thierischc Same lchmrnm) nnd das Organ, welches ihn bildet, der