durch Endosmose übergeführt, und von den Arterien in alle Thcile desKörpers verbreitet. Jedes Organ erhält so seinen Anthcil, und verwandeltihn in die cigenthüinliche Molckularform seiner Materie; der übrig blei-bende Rest kehrt durch die Venen zum Ccntrum zurück, und erfährt theilsaus diesem Wege, theils durch eine Zweigbahn in cigcnthümlichcn Orga-nen, eine Reinigung durch Absonderung des Kohlenstoffs, den die Organeim Blute lassen, oder an dasselbe abgebcn. Der Kohlenstoff, eine denThieren nutzlos gewordene Materie, muß entfernt werden, und wird es,indem der Sauerstoff der atmosphärischen Luft sich chemisch mit ihm zuKohlensäure verbindet und dann als flüchtiges Gas aus dem Blut ent-weicht ^), während die organischen Membranen ihn aufsaugen und ander andern Seite wieder aushauchcn. Diesen Proceß nennt inan dieAthmung (Respiration), und das Organ, worin er stattsindct, Respi-rationsorgan. Es ist immer eine verschieden gestaltete Fortsetzung desEpitheliums der äußeren Oberfläche oder der Darmfläche, die sich theilsnach innen wendet, und dann das Medium mit dem Sauerstoff in sich auf-nimmt, theils nach außen hervorragt und vom Medium frei umspielt wird.Ncspirationsorgane der ersten Art nennt man Lungen, die der zweitenArt heißen Kiemen. Fehlt ein selbstständiges Respirationsorgan ganz,so vertritt entweder das Epitclium der äußeren Oberfläche, oder das desDarmkanalcs seine Stelle. Im Besitz anderer Organe befinden sich die re-gulären Thicrc allgemein noch nicht, ja die genannten kommen eben so we-nig allen zu; daher cs nöthig ist, die Gruppe der regulären Thicrc nochferner nach ihren Formen zu erläutern, und die Organisation jeder beson-deren Form näher anzugcben. —
Map spaltet die Thicre mit regulärem Typus am natürlichsten in zweiKlassen, welche als Polypen (llolvpiini) und Strahlthierc (llu-ckiatg) unterschieden werden. Beide zusammen heißen mit den irregulärenThieren bei Cuvier^) Zoophytcn; doch würde dieser Name am schick-lichsten den Polypen beigelegt werden können, da nur in ihnen ziemlichallgemein Pflanzenformen herrschend sind. —
3) Es darf nicht unerwähnt bleiben, daß der Kohlenstoff gerade die Hauptnahrungs-substanz der Pflanzen ist, als Kohlensäure von ihnen ausgenommen, vom Sauerstoff ge-trennt und firirt wird, wo dann der Sauerstoff entweicht. Thiere und Pflanzen ergänzensich dadurch in ihren Bedürfnissen.
4) Cuvicr's Zoophytcn enthielten außerdem noch die Eingeweidewürmer,und waren in diesem Umfange eine völlig unnatürliche, bloß durch negative Merkmalecharakterisierte Gruppe.