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ihren Keimen. Sic wurden mir zur Freude, zur Lust geschaffen und be-kleideten mit glänzenden Hüllen den Mangel inneren GchaltcS, der auchunter uns nur selten mit freundlichen Blicken oder schönen Zügen sich paart,und bann eine unwiderstehliche Gewalt über die Herzen seiner Umgebungauszuüben pflegt. Endlich die Musaeecn stehen den Liliacecn nahe,denn auch ihre Blüthcn gehören zu den prachtvollsten; aber die irreguläre,zum Theil symmetrische Entwickelung derselben und daS Verkümmern ein-zelner innerer Theile bietet dem Kenner auffallende Unterschiede bar. Gleichden Palmen an die Tropen gefesselt, sind sic den Augen der Europäergrößtenthcils unbekannt, spielen aber in ihrer Hcimath eine wichtige Rolle,da der Hauptrepräsentant unter ihnen, der Banancnbaum «Mw»inichimtm»), durch einen massigen Stamm, Größe der Blätter, Farben-pracht der Blume und wohlschmeckende nährende Früchte alle die Gabenvon der Natur zugleich erhielt, welche Gräsern, Palmen und Lilienge-wächsen einzeln zukommcn und sic dem Menschengeschlecht werth machen.Der Banancnbaum ist daher der König des monoeotyledvnischen Reiches,zugleich aber der verzärtcltstc Sohn des Himmels, denn nur an geeignetenStellen der heißesten tropischen Sonncngluth ausgesetzt, gedeiht er voll-kommen.
Die letzte oder fünfte Stufe des Gcwächörcichcs, die Dieotyledonenumfassend, zeigt sich in allen Thcilcn geregelter angelegt, und hat schondadurch vor den Monoeotylcdonen den Vorzug. In ihrem Stamm stehendie Gefäß- und Holzbündcl nach bestimmten Gesetzen, beschreiben Kreise,und verwachsen später zu geschlossenen Ringen, die periodisch gebildet alsJahresringe bas Alter des Baumes angcben. Dadurch erhält der Stammeinen Unterschied von Rinde, Splint, Holz und Mark, als ebenso viel von anßcn nach innen auf einander folgende Schichten, welche denMonoeotylcdonen nicht zukommen. In der Regel haben sie Neste, undihre Blätter zeigen hervorragende, verästelte netzförmige Rippen, welche denUnterschieb von unterer und oberer Blattflächc unterstützen. An den Blu-men lassen sich Kelch und Krone gewöhnlich leicht durch die bloße Farbeunterscheiden, und ihr Same enthält einen Keim, der mindestens von zweiSamcnlappcn umschlossen ist. Trotz dieser eingreifenden und wesentlichenVerschiedenheit durchlaufen die Dieotyledonen einen ähnlichen Entwickelungs-gang, und zeigen unS namentlich in den Blumen einen dreifachen, charakte-ristischen Unterschied. —
Bei der ersten Unterabtheilung oder Klasse fehlt die innere gefärbteBlumcnhülle, die Krone, und der Kelch ist allein vorhanden; inan nennt