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Geschichte der Schöpfung : eine Darstellung des Entwicklungsganges der Erde u. ihrer Bewohner ; für die Gebildeten aller Stände
Entstehung
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schlossen, ober von zweien, selbst mehreren, opponenten. Hiernach unterscheidetman alle höheren Gewächse als M o noeotyledone n und Dicotyle -done n. Die Monoeotyledonen, deren Mitglieder den Inhalt der viertenEntwickelungsstufe des Pflanzenreiches ausmachen, haben zerstreute Gefäß-bündel im Stamm, und in der Regel keine einfachen Nebenachsen oderZweige; ihre Blätter bieten keinen deutlichen Gegensatz des Baues zwischenoberer und unterer Fläche dar, und zeigen nur sehr selten hervorragendeverästelte Nippen oder Ausbreitungen der in ihnen enthaltenen Gefäßbün-del; sie brechen nicht an bestimmten Stellen der Achse ab, sondern ver-trocknen langsam von der Spitze zur Basis hin; in ihren Blumen fehlt ge-wöhnlich ein bestimmter Unterschied zwischen Kelch und Krone; das Zahlen-verhältniß ist meistens die Dreizahl, der Keim endlich hat, wie schonerwähnt wurde, nur einen Samenlappen. Gräser, Palmen, Lilien-gewächse und Musaeeen machen die Haupttypen dieser großen, gegen-wärtig der Tropenzone in ihren meisten und schönsten Formen überwiesenenGruppe des Pflanzenreiches aus, sie erreichen damit eben so viele Steige-rungen der Idee, welche den Monoeotyledonen inwohnt, zu höheren Poten-zen. Bei den Gräsern erscheint die Blume auf ihrer untersten Stufe,ohne gefärbte Hüllen, noch irregulär, und ihre Radien sind von der Blatt-bildung des Stammes nicht wesentlich verschieden; die Früchte sind ein-samig, der Stengel ist lückenhaft und meist hohl. Auffallend widersprichtdieser unvollkommenen Ausführung die hohe Bedeutung, welche die Gräserim Haushalte der Natur spielen; denn ohne Zweifel sind sie in ihren ver-schiedenen Theilen die Hauptnahrung aller von Pflanzen sich nährendenthierischen Wesen. Auch der Mensch bankt ihnen das vollendetere Daseinder Gesittung, da alle Kultur mit dem Ackerbau ihren Anfang nimmt.Palmen, durch hohe schlanke Achsen, prachtvoll gestaltete Blätter, aberungefärbte Blüthen und zum Theil brauchbare Früchte (Datteln, CoeoS-nüsse) ausgezeichnet, schließen sich auch mit ihrem Mehlgehalt (Sago) denGräsern an, stehen aber durch reguläre Blumen wie durch die ganze Bil-dung der Achse und Radien höher als die letzteren. Sie sind Kinder derTropen, erfüllen das ungewohnte Auge mit Staunen und Bewunderung,aber weichen in ihrer Bedeutung für das Menschengeschlecht den Gräsernin Allem. Liliengewächse, diese Freunde und Lieblinge der Menschheitvon jeher, so weit die Geschichte reicht, haben in den regulären, prächtiggefärbten Blüthen jene Zierden von der Natur erhalten, deren Anblick unsso wohl gefällt ; aber Stamm und Radien stehen hinter den Palmenformenzurück, und keine eßbare Frucht, kaum ein nahrhafter Stoff, entwächst