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Geschichte der Schöpfung : eine Darstellung des Entwicklungsganges der Erde u. ihrer Bewohner ; für die Gebildeten aller Stände
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sic äpetolae, weil potolmn dcr Kunstausdruck für daS Blumenblatt ist.Viele von ihnen bilden bloß Staubgefäße oder bloß Stempel in einer undderselben Blume, und tragen zwiefach verschiedene Blüthen (01. lliclinogo),welche bald auf demselben Stamm neben einander stehen (I'l. monoeene),bald sogar auf verschiedenen Stämmen (I'l. dioocae). Für den erstenFall liefern Eichen, Buchen, Haselnüsse und Wallnüssc, für den zweitenPappeln und Weiden bekannte Beispiele. Nicht hiernach, sondern nach derTrennung der Geschlechter in verschiedene Blumen überhaupt thcilt man sieein. Zu den diklinischcn Gewächsen, bei denen also eine Blume immernur Staubgefäße enthält, während die andere die Stempel trägt, gehörendie Nadelhölzer ( 6 c>niler.ie) und Laub Hölzer (ckmentaeo-16) dcr ge-mäßigten Zone, nebst den Brennnesseln (Ortieego) und wolfsmilch-artigen Pflanzen lPiipüordmeo.io); beide bei uns zwar nur Kräuter, indcr Tropenzone aber Bäume. Wer kennt nicht die Feige und den Maul-beerbaum, aber nur Botaniker wissen, daß sic in Blume und Fruchtmit den gemeinen Brennnesseln am nächsten verwandt sind. Die Euphor-bien, durch ihren scharfen Milchsaft ausgezeichnet, erreichen ebenfallsbaumartige Größen in heißen Gegenden und liefern, gleich Urticccn,Arzneimittel oder andere brauchbare Stoffe, z. B. Kautschuck. Die heftig-sten Gifte des Pflanzenreichs stammen außerdem von Mitgliedern beiderFamilien. Wichtiger sind ohne Frage die Nadel- und Laubhölzer,Pflanzcngruppen, die an Bedeutung für die Wohlfahrt und das Gedeihendcr Menschheit, durch die Mittel, welche sie dem Verkehr dcr Nationen imGroßen und im Kleinen darbictcn, zu den uns nothwendigsten Produktendcr Schöpfung gehören, und höchstens an Werth von den Cerealienund Gräsern überhaupt übertroffcn werden. In ihnen hat dcr Nordenseine Wohlhäbigkcit, die gemäßigte Zone einen Thcil ihres Reichthumsbegründet, Kultur und Lurus überall ihre Stützen und Träger gefunden.Die mono klinischen Gewächse, deren Blumen Staubgefäße undStempel zugleich tragen, und deshalb Zwittcrblumcn heißen, enthal-ten keine so wichtigen Familien. Die Melden (Plmnopollioix;) undBuchwaizen (pol^oneso) liefern dem Menschen Nahrungsstoffc, dieLorbeerbäume (l.surine-, 6 ) gewürzhafte Stoffe; aber alle stehen anBedeutung den Diklinisten nach. Bei vielen Monoklinistcn nimmtübrigens dcr Kelch eine bunte Farbe an und ähnelt dann der Blumenkronc,ohne selbst Krone zu sein. Solche buntfarbige Blüthen, zu denen u. a. dcrHahncnkamm als eine dcr bekanntesten gehört, zichtman auch im Garten;selbst die Blüthc des Lorbeerbaumes hat einen gefärbten, aber weißen Kelch.