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Geschichte der Schöpfung : eine Darstellung des Entwicklungsganges der Erde u. ihrer Bewohner ; für die Gebildeten aller Stände
Entstehung
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Bis dahin erleiden die Zellen des Pflanzcnkörperö keine wesentlichenMedisicationcn, sic erscheinen überall im ganzen Gewächs so ziemlich unterderselben Form; allein die einfache Homogenität genügt für die zusammen-gesetzten Proccsse höherer Gewächse nicht mehr. Daher treffen wir von jetztan, neben dem unveränderten Zellgewebe, Bündel langgestreckter Zellen,welche andere eigcnthümlichc, durch fascrförmigc Gebilde, die ihre innerenWände übcrkleidcn, ausgezeichnete Zellen (sogenannte Spiralgefäße, Trcp-pcngänge und punktirtc Gefäße) zwischen sich nehmen, und z. Th. eine sehr-große Festigkeit durch schichtweise Verdickung ihrer Membranen bekom-men. Die Bündel bewirken die Festigkeit der Pflanzcnsubstanz und heißenHolzbündcl, auch wohl Gcfäßbündcl, weil man früher ihre Bcstand-thcile für Gefäße oder Röhren hielt, was sic indes; ursprünglich nie sind,sondern höchstens durch Schwinden der Scheidewände zwischen den Zellen»ach und nach werden. Ihre Anwesenheit im Stamm und den Blätternbedingt eine dritte Hauptgruppc des Pflanzenreiches, wenn zugleich beideGrunbbcstandthcile des Pflanzcnkörpcrs, die Achse und die Radien,allein vorhanden sind, alle höheren Potenzen der letzteren aber, also Blu-men , Früchte und Samen, noch fehlen. Diese Gewächse heißen Gefäß-pflanzen ohne Samen (I'I. vaseulares aoolHmloiioue) und bilden gleichden Moosen nur Sporen, welche in eigcnthümlich geformten Kapselnstecken. Stehen die Kapseln an der Achse, so erhält man die Gruppe der(li>ulooi»-p!>6, stehen sic an den Radien, die der kliMmm-gao. BeidePflanzcnfannlicn sind von großer Bedeutung in der Vorwelt gewesen, undhaben eine Zeit lang die Hauptrepräsentanten der gcsammtcn Vegetationausgemacht. Gegenwärtig erreicht nur die zweite noch baumartige For-men, aber bloß zwischen den Tropen; bei unS sind sie auf die unscheinbarenFormen der Schachtelhalme (kguisotam) und Waldfarrcnkräuter(bilioes) beschränkt.

Mit dem Auftreten der Blattmctamorphose znr Blume beginnt nundie höhere Darstellung des Pflanzenreiches in der folgenden viertenHauptgruppe. Die Mitglieder derselben bestehen in ihrem Innern ausZellgewebe und Holz- oder Gefäßbündcln, zeigen äußerlich Achse und Ra-dien, zugleich aber modificirtc Nebenachsen oder Blumen. Ihnen kommenauch Früchte und wahre Samen zu. Der Bau des letzteren gicbt ambestimmtesten diejenige Eigenthümlichkcit an, welche die Hauptuntcrschiededer formellen Mannigfaltigkeit fernerhin kenntlich macht. Wir sehen näm-lich den Keim des jungen Pflänzchens im Samen, den Embryo, entwedervon einem einfachen Hüllblatt (Samcnlappcn, Ovt^eüon) um-