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Selbstständigkeit des Daseins verloren. Diese Umwandlung der Zellenin andere differente Atome ist der wichtigste materielle Charakter des thie-rischen Wesens, es bringt den innigsten Zusammenhang aller Thcile alsGlieder eines unthcilbarcu Ganzen mit sich, und bewirkt die Sonderung dergroßen einfachen Bedürfnisse in viele untergeordnete, nie selbstständige Ver-richtungen. Während wir bei den Pflanzen in allen Organen Zellen undZellgewebe wicdcrfindcn, stoßen wir bei den Thicren nur sehr selten auswirkliches unverändertes Zellgewebe, sondern begegnen vielmehr cigcnthüm-lichcn, abweichend gestalteten Molecularformcn, deren erster primärer Zu-stand nur vorübergehend die Zelle gewesen ist. Die Unterschiede dieser ab-geleiteten Moleculargcbildc richten sich nach den Thätigkciteu der Organe,in denen sic enthalten sind; jedes selbstständige Organ, das eine eigene,nur ihm zugctheilte Verrichtung besitzt, hat auch eine eigcnthümlichc Formseiner Molecüle oder Atome, und kann mit Leichtigkeit an der constantcnForm seines Gewebes erkannt werden. Wollen wir diesen Unterschiedeneinige Aufmerksamkeit schenken, um wenigstens, so weit cs im Kurzen mög-lich ist, einen Blick zu thun in das innerste Wesen der thierischcn Organi-sation, so müssen wir zunächst die Modificationsarten aufsnchcn, welche dieZellen im Thicrreiche erleiden. Wir finden dann in den Organen allerrein thierischcn Verrichtungen (animale Organe) die materielle Grund-lage in feine Fasern aufgelöst, welche je nach ihrer Bestimmung als B e -wcgungsfaser (Muskelfiber) oder Empsindnngsfascr (Nerven-faser) sich auch materiell und formell von einander unterscheiden. Dagegentreten in allen Organen, deren Verrichtungen die Thiere mit den Pflanzenthcilen (vegetative oder Vegetationsorganc), die materiellenGrundbestände nicht isolirt und in einfacher Form auf, sondern mehrfachmit einander verbunden und nach bestimmten Gesetzen an einander gefügt.Deshalb sind die Ernährungs - und Fortpflanzungsorgane keine einfachensoliden Körper, die aus gleichartigen Molecülen beständen, wie Muskelnund Nerven; sondern sic sind Höhlen und Röhren im Innern des Thicres,welche von verschiedenen über einander liegenden hautartigcn Ausbreitungender Gewebe umgeben werden, und in der Regel einen Zugang nach außenhaben, durch den sie die Gegenstände ihrer Tätigkeiten empfangen oderentfernen, je nachdem sie zur Aufnahme oder Ausscheidung bestimmt sind.Die innerste, oberflächliche Lage dieser Höhlungen besteht überall aus we-nig modificirtcn, innig an einander gefügten Zellen, welche durch fort-dauernde Bildung neuer Zellen unter den alten abstcrbendcn und abfallen-den frisch und gesund erhalten wird, in sich aber nur pflanzlich lebt, also