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Geschichte der Schöpfung : eine Darstellung des Entwicklungsganges der Erde u. ihrer Bewohner ; für die Gebildeten aller Stände
Entstehung
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auch keine eigne Empfindung hat. Sie heißt Oberhaut oder Epitelium,und ist mit ihren örtlichen Modifikationen, wohin alle Horngcwcbe, z. B.die Nägel der Zehen, selbst die Zähne gehören H, das einzige Gebilde desthierischen Leibes, worin die ursprüngliche Zellennatur sich dauernd erhält,daher sic auch am meisten dem Pflanzengewcbe ähnelt, und an vielenStellen, an den Haaren, Nägeln, pflanzlich fortwächst, indem unter ihrliegende lebendige Thcilc (die sogenannte Matrir) stets neue Schichtenbilden und den früheren Absatz verdicken oder hcrauötreibcn. Unter demEpitelium folgt eine zweite, aus elastischen Fasern oder Zellgewebe gebil-dete Schicht, welche im Thicrrciche überall zum Einhüllen anderer Organebenutzt wirb, hier namentlich den Blutgefäßen und Nerven als Stütze dient,und durchaus nicht mit dem pflanzlichen Zellgewebe im Bau übercinstimmt.Sie ist ein lockeres Fasergewebe mit mannigfachen Lücken, die erste in sichempfindliche Haut der Vcgetationsorgane, die Trägerin der Farben an derOberfläche, und die Matrir des sie bedeckenden Epitcliums. Hat ein Vegc-tationsorgan irgend eine selbstständige, ihm zu seiner Verrichtung nothwcn-digc Bewegung, so folgt unter der zweiten Haut eine dritte, aus Muskel-fasern gebildete Schicht, von welcher die Bewegung ausgcht. Diese Muö-kcllage besitzt je nach der Kraft, welche sie Hervorbringen soll, eine verschie-dene Stärke, ist am Magen vieler Vögel und am Herzen auffallend dick,und kann in ihrer überall als Zusannncnzichung mit darauf folgender Er-schlaffung und Ausdehnung erscheinenden Thätigkeit durch den Willen desThicres nicht gehemmt werden; sie bestimmt sich selbst, und ihre Bewegungheißt deshalb automatisch. Unter der Muskclhaut, die also nur denjenigenVcgctationsorgancn zukommt, welche automatische Bewegungen äußern,folgt wieder Zellgewebe oder, falls daS Vegctationsorgan in einer Höhledes Körpers frei hängt, eine sehr zarte feine Haut, die nicht bloß auö Zellenbesteht, obgleich sic einen Epitclialübcrzug besitzt, sondern eine lokale Mo-difikation des thierischen Zellgewebes zu sein scheint. Sie haucht einewässerige Feuchtigkeit in Dunstform aus, wird dadurch höchst glatt oderschlüpfrig, und wegen ihrer Ausscheidung eine seröse Membran genannt.Nimmt nämlich jene Feuchtigkeit, in Masse ausgcschieden, die tropfbare

4) Man wird mir cinwcndcn wollen, daß die Zähne nicht ohne Empfindung seien,sondern gerade sic die heftigsten Schmerzen machen; allein der Zahn an sich schmerzt nicht,sondern der Nerv, welcher in ihn eindringt. Der Zahn selbst kann gefeilt werden, wieder Nagel geschnitten wird, ohne andere Empfindung, als die durch Mitthcilung auf diebenachbarten Ncroe» hcrvorgebrachtc.