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unvollkommensten Gewächse bestehen ans lauter gleichen Zellen; aber eiltUnterschied findet in dieser Entwickelung der Zellen auch für das Thicrreiel,und Pflanzenreich statt. Im Pflanzenreich bleibt die Zelle, mag sie ihreForm auch noch so sehr ändern, immer Zelle, selbstständig begrenzter undselbstständig thätiger Thcil, der fortfährt, durch Endoömose und Eroömosesich selbst zu ernähren, und seinen Nachbarn die Nahrungsstoffc darzubieten,da auch sie in einer ähnlichen Thätigkeit begriffen sind. Zwar vereinigensich einige Zellen zu Röhren, indem ihre Scheidewände an den verwachsenenEndpunkten schwinden, und die Höhlen vieler Zellen in eine gemeinsamezusammcnflicßcn; allein dieser ganze Conner ist nun alö eine einzige großeZelle zu betrachten, die doch irgendwo abgeschlossen, sich nur sehr lang auö-gczogen hat; vielleicht um durch Wegnahme der Scheidewände die schnellereVerbreitung der Flüssigkeit in ihr zu bewirken. Sic bleibt dabei immereine selbstständig thätige Zelle, die ihre Nachbarn alö Hebel für die eigeneEristenz benutzt. Ans diesem Grunde giebt cs an der Pflanze keinen an-dern Herd des Lebens, keinen Brennpunkt der Thätigkcitcn und Verrichtun-gen, durch dessen Wegnahme die Eristenz des ganzen Individuums beein-trächtigt oder zerstört würde, als die ganze Schicht eben jetzt sclbstthätigcrZellen; deren Entfernung aber in der Regel nicht leicht ist. Die Pflanzebesitzt keine mit besonderen Verrichtungen begabten Ernährungsorgane, inderen Thätigkcitcn sich das ganze Ernährungsgeschäft theiltc, wie es beimThier der Fall ist; sondern jede Zelle sorgt für sich, und dadurch erhält sichdie Verbindung aller. Die äußersten Zellen der Oberfläche, die Enden derWurzel, saugen eben so ein, wie die Zellen im Innern der Pflanze, undsind bloß durch ihre Lage nach außen zur Aufnahme der frischen Nahrungs-mittel bestimmt, im Uebrigen aber weder Mund, noch Magen, noch Darm,noch Lunge; Organe, die beim Thier das Nahrungsgeschäft durch ihre ineinander greifenden verschiedenen Thätigkcitcn bewirken. — Zugleich findenwir in dieser Einrichtung der Pflanze die Erklärung, warum sich einzelneTheile derselben abschnciden und durch künstliche Vorrichtungen zu einemneuen Individuum bestimmen lassen; indem nämlich jeder Theil des Ge-wächses, woran Achse und peripherische Radien sich befinden, Alles enthält,was zum Dasein und zur Fortdauer eines Individuums nöthig ist.
Nur sehr wenige Thicrc lassen sich auf eine ähnliche Weise vervielfäl-tigen, bestehen aber dennoch aus ganz anderen, von den Zellen des Pflan-zenkörpcrs höchst verschiedenen Grundlagen. Zwar sind auch an jedemThierc alle materiellen Bestandthcilc anfangs einmal Zellen gewesen, aberdie meisten haben ihre ursprüngliche Zellcnnatur abgelegt und damit die