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Geschichte der Schöpfung : eine Darstellung des Entwicklungsganges der Erde u. ihrer Bewohner ; für die Gebildeten aller Stände
Entstehung
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form annchmen fahr», woraus sic durch Umwandlung in dic bestimmte,jcdcr verschiedenen Matcric cigenthümliche Molccularform übergeht. Aufsolchc Weift iu sich atomisirt zu sein, erschien unö als der weseutliche Cha-rakter der organischeu Massiv) uud als der Hauptunterschied zwischen ihrund der anorganischen Substanz, insofern letztere stets, homogen ist und nieauö endlich begrenzten, gleichen oder ungleichen Theilen besteht.

Als Grundform aller organischen Materie erkannten wir (S. 317,329) dic Zelle, ein Körperchen, gebildet aus einer weichen elastischen insich geschlossenen Haut, die unverarbeitete, noch nicht organisch gewordeneFlüssigkeit umschließt. Eine solche Zelle ist aber selbst kein ursprünglichesAtom, sondern sic entsteht erst in der homogenen Grundlage durch Atomi-sirung der letzteren, indem sich mittelst eines noch nicht gehörig aufgeklärtenProecsseö-) primitive Kügelchen, viel kleiner als dic Zellen, bilden, umwelche eine Haut aus der Flüssigkeit sich gestaltet. Diese Haut wächst undsaugt, wie alle organische Membranen s), die Flüssigkeit ihrer Hingebungin sich auf; sic dehnt sich in Folge dieser Aufsaugung so weit aus, wie cSihre Elasticität verstattct, bis dic Zelle fertig ist. Dann bleibt sic entwederso, oder vergrößert sich noch ferner durch Ernährung der Membran, undläßt neue Zellen in ihrem Innern entstehen.

Dieser einfache Hergang gilt in gleicher Weise für alle organischenKörper; er macht also keinen Unterschied zwischen Pflanze nnd Thier, son-dern beweist vielmehr ihre ursprüngliche Affinität aufs Klarste. Aber dieuranfängliche Gleichheit der Idee des Organismus, welche beiden Neichenzum Grunde liegt, soll in einen Gegensatz aufgelöst werden, und dies kannbei ursprünglicher Identität immer nur durch antithetische Entwickelung dergleichartigen Grundlage bewirkt werden. Daher begegnen wir einer solchenEntwickelung der Zellengrundform in beiden Reichen, denn nur die allcr-

1) Nur beiläufig füge ich noch dic Bemerkung hinzu, daß alle organischen Flüssig-keiten, dic zur Produktiv» neuer organischer Gewebe benutzt werde», und keine Auswurfü-stoffc sind, in sich Molccularkörper enthalten, welche zur Einleitung jener Verwandlungder Flüssigkeit iu feste Masse durch Zellcnbilduug bestimmt zu sein scheinen.

2) Man behauptet, daß diese primitiocn Kügelchen Fett tropfen seien, wclcbcdurch ihre bloße Berührung das Eiweiß iu eine Haut verwandeln sollen.

3) Den Aufsaugungsproecß der organischen Membranen und die Durchschwitzuugs-sähigkcit bezeichnet man mit den Kunstausdrücken Eudos m o sc und Eros m ose; beideFähigkeiten sind allen organischen Häute» eigen, sic bedingen die Ernährung und dasLeben des ganzen Organismus.