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Geschichte der Schöpfung : eine Darstellung des Entwicklungsganges der Erde u. ihrer Bewohner ; für die Gebildeten aller Stände
Entstehung
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dualisirt, nur nicht bis znm Ablösen vom Muttcrlcibe, aus dem sic hcrvor-gingen, gelangen konnten. Andere Thicrc dagegen, die in ihren einzelnen.llörperthcilcn unendliche Zahlcnwcrthc darstellen, haben dennoch einen con-stanten Typus durch die Aneinanderreihung der in sich unendlichen Thcilenach bestimmten endlichen Zahlen. Bei ihnen ist cs gerade umgekehrt wiebei den Pflanzen, wo die gestimmte Form eine unendliche Größe ist, dieaus vielen endlich bestimmten Thcilcn besteht; während diese Thicrc, näm-lich einige Radialen (die Crinoidecn), eine endliche allgemeine Form ha-ben, die aus gewissen in sich unendlichen Theilen zusammengesetzt wird.Am meisten würden einige Würmer mit unendlichen Gliedern (z. B. dieBandwürmer) dem Pflanzentypus nahe kommen, insofern ihre Achse (derRumpf) ganz wie bei den Pflanzen eine unendliche Menge in sich bestimm-ter, den Zyklen der Pflanzenachse vergleichbarer Glieder umfaßt; aber auchhier bietet sogleich die Symmetrie der Glieder, welche die Pflanze nichtkennt, und die Heterogenität ihrer untergeordneten Bcstandthcilc wichtigeUnterschiede dar. Diese drei Thicrgruppcn sind aber auch die einzigen Bei-spiele unendlicher Zahlenvcrhältnisse im Thicrrcich; sic können durch diebesondere Art der Anwendung das Gesetz nicht umstoßcn, welches den Ty-pus der Pflanzen und Thiere beherrscht.

Der eben besprochene Charakter bildet die eine Seite des thierischenGrundtypuö, ein zweiter eben so sicherer geht zunächst aus ihm mit hervor.Indem nämlich die Thiere nicht bloß eine in der Ausführung, sondern auchin der Idee endliche Form besitzen, treten die Bcstandthcile dieser Form ineine gewisse unabänderliche Beziehung zu einander, welche eine dreifachesein kann. Im ersten Falle haben von den vorhandenen Bestimmungs-stücken immer nur zwei gewisse mit einander übereinstimmende Thcile einegleiche Beziehung zu einander und zu den übrigen; im zweiten Falle stehtjeder einzelne der gleichen Thcile zu allen übrigen in derselben Beziehung;und im dritte» Falle ist jeder Theil zu den übrigen in eine cigenthüm-liche, nur ihm allein zukommcnde Beziehung getreten. Daraus entstehendie drei Grundformen des thierischen Typus, die symmetrische, regu-läre und irreguläre. In der symmetrischen Form (Fig. 1) läßt sichdie Beziehung der gleichen Thcile zum Ganzen durch eine gerade Linie (3 ll)ausdrückcn, auf welche alle je 2 und 2 gleichartig bezogen sind. Diese Liniethcilt die gesannntc Form in zwei gleiche Hälften, und wird zur Fläche,wenn die Form keine rein mathematische Figur mehr ist, sondern ein Körper.Nach diesem Verhältniß werden wir die symmetrischen Thiere am leichtestenbestimmen und sagen können, es seien diejenigen Gestalten, welche nur