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Geschichte der Schöpfung : eine Darstellung des Entwicklungsganges der Erde u. ihrer Bewohner ; für die Gebildeten aller Stände
Entstehung
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ten Mannigfaltigkeit aufs Herrlichste offenbart hat. In noch höheremGrade müssen wir diesen Vorzug den Blumen einräumen, obwohl ihreGrundform fast noch einfacher ist. Allein die Anwesenheit mehrerer, frei-lich auch nur durch Metamorphose gleicher Urformen entstandener Elementein ihr trägt wesentlich zur Vergrößerung jener unendlichen Mannigfaltigkeitder Erscheinung bei, welche wir an den Blumen bewundern und deshalb siezu unseren Lieblingen in der Schöpfung erheben. Ihrer Idee nach ist übri-gens jede Blume, wie die ganze Pflanze, eine Achse mit peripherischen Ra-dien, welche in Zahl und Stellung eonstanten Gesetzen folgen. In dieserGrundlage stimmt sic zwar mit dein allgemeinen PflanzentppuS überein;aber die Ausführung rechtfertigt den Unterschied, welchen wir schon durchden besonderen Namen andeutcn. Drei Umstände machen diesen Unter-schied zu einem sehr wesentlichen; einmal die Aenderung der Radien inihren Gestalten gegen einander nach gewissen Zyklen der Spirale, zweitensdie Aenderung der Zahlcnabschnittc innerhalb dieser verschiedenen Zyklen,und drittens die unmittelbare Annäherung der Radien aller Zyklen aneinander und die daraus folgende Verkürzung der Achse, welche mit einergroßen Neigung, sich in die Fläche statt in die Länge auSzudchnen, ver-bunden ist.

Zn jeder vollständigen Blume sind vier ejgenthümljchc Zyklen derSpirale unterscheidbar, sie führen von unten nach oben, oder wo die Aus-breitung der Achse in die Fläche vollständig ist, von außen nach innen denNamen K elch, K r one, Sta ub g esä ß e und Stempel. Die Radien derbeiden ersten Zyklen sind auf der Grundform aller Radien, dem Blatttypus,stehen geblieben, und unterscheiden sich von einander zunächst durch die ver-schiedene Stellung an der Achse und durch die Farbe, welche beim Kelche inder Regel grün bleibt, bei der Krone bunt wird. In den Radien des drit-ten Zyklus ist zwar ebenfalls die Blattform die ursprüngliche, wie daS llm-wandcln der Staubgefäße in Kronenblättcr bei gefüllten Blumen deutlichzeigt; allein die Blattflächc bildet sich zu einer Bruthöhlc cigenthümlicherZellen um, welche Blumen staub oder Pollen genannt werden unddurch Zerreißung der Hülle heraustreten. Die Radien des vierten Zyklussind ebenfalls Bruthöhlen, die theils einzeln, theilö zu einem Ganzen ver-bunden sich schließen, den Namen Fruchtknoten führen und an den Rän-dern, wo die Verwachsung stattgefunden hat, in ihre Höhle hinein Aus-wüchse bilden, die wahrscheinlich nicht sowohl aus den Rändern der Radienselbst, als vielmehr auö der an ihnen emporgestiegenen Achse hcrvorsprossen.Man nennt sic Eichen, da in ihnen eben so, wie in den EicM der Thiere,