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solchen Grade, daß dadurch die absolute Identität der ganzen Form aufge-hoben wird, und nur die formelle Identität der einzelnen Theilc noch übrigbleibt. Pflanzcnindividucn, auch wenn sie einer Art angchören, ähnelneinander nur im Allgemeinen und bringen mittelst dieser Achnlichkcit zwareine gewisse charakteristische Phystonomie hervor, aber nicht die völlige,ursprünglich bis zur Cougruenz gesteigerte Nebercinstimmung, welche fürdie Mitglieder einer Art im Thierrcichc allgemeine Regel ist. Nur wenige,durch langjährige Zucht modificirtc Arten der Hausthicrc können davoneine mehr augenfällige Ausnahme machen. Und dennoch erstreckt sich dieModifieation auch bei ihnen lediglich auf relative Verhältnisse, nicht aufabsolute, durch Zahlcnwcrthc angebbarc Unterschiede in den Bestandtheilenihres Körpers. Aber Niemand könnte mit Recht die Behauptung auf-stellcn, daß die Zahlen der Zweige, Blätter und Blüthen z. B. aller Eich-bäume , selbst nur der wenigen gleichen Alters, gleich groß sein müßten,oder überhaupt nur eine Grenze in den Zahlenwerthen von ihnen cinzuhal-tcn wäre. — Diese Mannigfaltigkeit der Pflanzenindividuen wird, wie ge-sagt, thcils durch die größere Unabhängigkeit derselben von ihrem TupuS,theils durch die Form des letzteren selbst bewirkt.
Das einfache Grundschema jeder vollkommenen Pflanze läßt sich näm-lich als eine senkrecht im Erdboden stehende Achse darstellen, von welchernach festen Gesetzen wagrcchte Radien ausgehcn. In so fern nun dieseAchse keine im Voraus bestimmte, sondern bloß eine zufällige, durch diejedesmalige Größe des Individuums gegebene Grenze erhält, ist sie eineu nendli ch c Gestalt, und das mußte sein, damit die Pflanze beständignachwachsen, fortdauernd größer werden konnte; in so fern aber die von ihrausgehenden Radien nach constantcn, für alle Mitglieder derselben Art un-abänderlichen Formeln entspringen, ist sic auch eine besondere oder coneretc.Das Gesetz, welches den Ursprung dieser Radien feststcllt, rcgulirt also dieFormenmannigfaltigkcit des Pflanzenreichs; es erscheint uns, ganz allge-mein betrachtet, unter der Form senkrecht an der körperlichen Achse empor-steigendcr gerader Linien von verschiedener Zahl-, auf denen an bestimmtenPunkten gleichen Abstandes die peripherischen Radien entspringen. Wirnennen diese geraden Linien die Orth »fliehen, die auf ihnen bemerk-baren gleichen Distanzpunktc der Radien ihre Jntcrfoliarlängen,und die Abstände der Orthostichcn von einander die Intervalle n. Letz-tere theilcn unter allen Umständen den Umfang der Achse in eine gewisseZahl gleicher Abschnitte, bestimmen also die mögliche Menge der Ortho-stichcn; die Jnterfoliarlängen ergeben die Anzahl der Radien auf jeder