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Geschichte der Schöpfung : eine Darstellung des Entwicklungsganges der Erde u. ihrer Bewohner ; für die Gebildeten aller Stände
Entstehung
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diese rohen organischen Stoffe dem Thicrreich als Nahrung darbitten, fürdessen Eristenz uird Fortdauer fast mehr, als die Thicrc selbst eS zu thuu >mStaude sind. Für die Pflanze als fertiges Produkt ohne großen Werthwerden diese Stoffe von ihr in unablässiger Thätigkcit bereitet; werden siein nie aufhörcndcr, wenn auch periodisch ruhender, Arbeit für die Thieregeichaffen, damit letztere sic als Nahrung verwenden und in höher entwickelteorganische Materien umwandeln. Nur ein Vorthcil entspringt daraus fürdie Pflanzeil, der des beständigen ZunehmenS an Masse und Ausdehnung;die prinzipiell unbeschränkte räumliche VergrößcrungSfähigkeit. Sind näm-lich die Pflanzen in der That nur produeircnd und nicht eonsumirend, wasallerdings mit Grund behauptet werden darf, so müssen sie auch immer mehrzunehme,r, so müssen sic fort und fort neu gebildete organische Materie insich absetzcn, so müssen sie bis zu ihrem Tode hin sich vergrößern. Und daSgeschieht, wie Jedermann weiß. Aber die Thicrc sind nicht in diesen, Fall,die Thicrc produeircn nicht eigentlich organische Materie, sondern sie ver-wandeln sie nur, sie gestalten die pflanzliche Materie in thicrische, oder dieniedere animalische in höhere animalische um. Bei dieser Veränderung wirddie organische Materie nicht allseitig von ihnen benutzt, sondern nur theil-wcis verbraucht; viel geht davon verloren und wird als unverdaulicher Restder Luft, dem Wasser und der Erde zurückgegcbcu, um durch diese Medienauf's Neue in's Pflanzenreich zu gelangen. Daö ist gewissermaßen dereinzige Dienst, den die Thicrc dem Pflanzenreich erweisen; ein Dienst, derindes nicht unbedeutend angeschlagen werden darf, wenn man die enormeQuantität von Kohlensäure bedenkt, welche durch den thierischenAthmungS-proceß sich bildet. Weniger einflußreich, obgleich nicht ohne allen Einfluß,werden der Ham oder der feste Koth als DüngungSmittel für die Pflanzen,und sehr groß ist endlich die Rolle, welche die von Blume zu Blume fliegen-den Jnsectcn als Vermittler der vegetabilischen Befruchtung spielen. Inso-fern aber die Thiere nur organische Stoffe verbrauchen und nicht eigentlichbilden, liegt auch in ihnen selber eine Beschränkung, welche sie hinter diePflanzen stellt, und sie nöthigt, gewisse räumliche Grenzen, wenn .sic sicerreicht haben, nicht zu überschreiten. Denn nur so lange das Thier mehrMaterie ansetzt, als cs zersetzt, kann cS größer werden; nur so lange cseben so viel sich aneignct, wie cs von sich gicbt, kann cs bei gleicher Kraftund Größe verbleiben; cs muß abnehmcu, sobald cs weniger aufnimmt,als abgiebt; es muß sterben, wenn cs zum Ansitzen überhaupt keine Kraftmehr hat. So wird denn daS Thier durch den beständigen Substanzvcr-brauch beeinträchtigt, und dieser Verbrauch setzt seinem Größerwerdcn eine