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den, bedingt ihren auffallenden, allgemein bekannten Unterschied. Denndie Pflanzen ernähren sich von überall verbreiteten anorganischen Materienund ganz besonders vom Kohlenstoff, der als Kohlensäure in der Luftwie im Wasser enthalten ist; die Thierc dagegen benutzen als Nahrungsstoffimmer eine bestimmte organische Substanz, welche nur an besonderen Ortenund öfters nur zu gewissen Zeiten sich findet. Die Pflanze braucht ihrenNahrungöstoff nicht erst zu suchen, sie erhält ihn überall, wo atmosphärischeLuft und Wasser sic umgeben, durch diese Medien; das Thier sucht dagegenseine Nahrung, geht ihr nach, und unterscheidet sic von anderen, ähnlichenMaterien. Ein solches Bcdürfniß kann durch Organe, die bloß Nahrungs-stoffc aufnchmcn und verarbeiten, oder Nachkommen zeugen, nicht befriedigtwerden, cS bedarf seiner eigenen Werkzeuge; und ihre Anwesenheit bildetden eigentlichen Unterschied des ThicreS von der Pflanze. Zunächst ver-langt die beschränkte Lokalität der Nahrungssubstanz eine Einrichtung, ver-mittelst welcher daS Thier von einem Orte zum anderen sich begeben, mit-hin sich bewegen könne. Allein auch damit ist sein Bcdürfniß noch nichtbefriedigt; denn nicht alle Materien genügen ihm, sondern nur einige, ganzbestimmte. Diese muß es von den unbrauchbaren unterscheiden, mithinsinnliche Wahrnehmungen machen und sich der Wahrnehmungen bewußtwerden können, wenn es die Aufgabe seiner individuellen Fortdauer unddurch sie auch die typische Permanenz erfüllen soll. Wir erhalten dadurchim Thierc zwei neue Bedürfnisse, welche die Pflanze nicht kennt, und ebenhierin sich ideell oder funktionell sogleich vom Thier unterscheidet. Selbst-bestimmbare Bewegung und Empfindung, die sich als Contraeti-lität der thicrischen Gewebe äußern, sind die wesentlichsten Kriterien derthierischen Organisation.
Aber nicht bloß die verschiedene Form und Qualität der NahrungS-stoffe und die Art, wie sie ausgenommen werden, unterscheidet die Thiercvon den Pflanzen, sondern auch der ganze Erfolg ihrer Thätigkeit liefertuns einen neuen und letzten Unterschied, der zeigt, daß sich diese beidengroßen organischen Gewalten zwar in vieler Beziehung feindlich gegenüberstehen, indessen doch auch eben so sehr von einander abhängen. Denn diePflanze» sind eigentlich die Ernährer der Thierc; sie bereiten aus rohenanorganischen Materien, und ganz besonders aus der Kohlensäure, die ersteorganische Substanz, sie häufen große Vorräthc derselben als Stärkemehll Amylum), Zucker, K leber, vcgetabilischc S ä u r c n und B a s e nlAlkaloide) in sich auf/ ohne sie in ihre eigentliche» körperlichen Bcstand-theile, hr die Membranen und Fasern überzuführcn; sie sorgen, indem sic