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Geschichte der Schöpfung : eine Darstellung des Entwicklungsganges der Erde u. ihrer Bewohner ; für die Gebildeten aller Stände
Entstehung
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Hiera» läßt sich ferner eine wichtige und gerade für unS höchst bedeu-tungsvolle Betrachtung über den ersten Ursprung der organischen und anor-ganischen Körper aus den eleuientären Grundstoffen und den dabei statt-findenden Unterschieden anreihen. Wir haben bereits früher den Charakterder Anorganismen in dieser Beziehung ausgesprochen, indem wir behaup-teten, sic entständen in der ihnen eigcnthümlichen Form, sobald die mate-riellen Grundbestandtheilc vorhanden sind und keine äußeren Hindernisse,wie Mangel der dazu nöthigen Temperatur, oder Mangel an Ruhe, dieBildung zurückhalten. Die Annahme ist auch für alle anorganischen Natur-körper, deren EntwickclungSgang wir verfolgen konnten, durchaus richtig;weniger bestimmt dürfen wir cs dagegen von manchen einfachen eleuientärenKörpern behaupten, deren Bildungsproeeß, eben ihrer Einfachheit wegen,noch nicht gehörig erkannt ist. Ganz anders verhalten sich, wenigstens inder Gegenwart, die organischen Geschöpfe. Ihre Entstehung hängt nichtab von der bloßen Mischung ihrer Grundbestandtheilc, sondern ist immerdurch ciuen anderen, uns bis jetzt völlig unbekannten Einfluß bedingt, denwir daher auch nicht hcrbciführen können. Dieser Einfluß kann, so scheintcs, nur von einem anderen gleichartigen lebendigen Organismus auögeübtwerden; liegt aber dennoch nicht in dessen Willkür, sondern folgt auch inihm ewigen unabänderlichen Gesetzen. Kennen wir also gleich alle Stoffe,aus denen eine homogene organische Materie, wie das Eiweiß, besteht,so können wir doch kein Eiweiß künstlich machen; während cs unS einLeichtes ist, durch Mischung von Sauerstoff und Wasserstoff in den Quan-titäten, in welchen sic im Wasser sich befinden, wirkliches Wasser zu bilden,wenn wir den elektrischen Funken durch die Mischung hindurchgchcn lassen.Dennoch producirt jede Henne mit Leichtigkeit Eiweiß um den Dotter deszu legenden Eies; aber freilich nicht, wenn sic etwa will, sondern wennder Eintritt des DottcrS in den Eileiter sie dazu veranlaßt und nöthigt.Darum können wir uns, nach den bisherigen Erfahrungen, die Ent-stehung organischer Materie aus anorganischen Elementen nicht wohl vor-stellen, ohne den Einfluß eines schon vorhandenen lebendigen Organismus;und sind deshalb über den ersten Ursprung der organischen Wesen auf derErdoberfläche in großer Ungewißheit. Man glaubte zwar, daß sich innerhalbeines lebendigen Organismus, andere, von ihm in jeder Hinsicht verschie-dene, selbstständige Organismen aus unverarbeiteter organischer Substanzbilden könnten, ohne daß Keime und Eier hineingclegt würden; aber dieseAnsicht ist eines Theilö an sich noch gar nicht im Einzelnen aufgeklärt,anderen TheilS doch in so fern minder gewagt, als wenigstens ein

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