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zugiebt, baß bk erweichte größere Eismassc plötzlich zertrümmert worben sei.Eine solche plötzliche Zertrümmerung konnte allein eine plötzliche Wasscrvcr-setzung bewirken; während ein langsames Abschmelzcn und Klcincrwcrbcndes EiseS, dessen Nothwcndigkeit ich nur einsche, kein gewaltsames Zer-brechen, also auch keinen Eisgang, wie Ab he mar sich ausdrückt, herbei-führtc. Endlich hat man als Einwurf gegen Adhcmar nicht zu über-sehen, daß die letzte Wasscrversetzung vor der jetzigen Epoche, wenn sie eineFolge der von ihm ausgestellten Ursachen gewesen ist, von Norden nachSüden strömen mußte, viele geologische Erscheinungen es aber wahrschein-licher machen, daß das Wasser während der Diluvialcpochc gegen denNordpol hin abgcflossen sei. Um diesen Einwanb gehörig zu würdigen,muß man nicht außer Acht lassen, daß zwar die Verbreitung der erratischenBlöcke eine sehr bedeutende Ausdehnung des nordischen Gewässers nachSüden hin darthut, aber die rückschrcitendc Bewegung desselben nach Ab-lauf der Diluvialpcriodc keineswegs südwärts strömte, sondern nordwärts.Es scheinen daher physische, astronomische und geologische Thatsachen aufgleiche Weise die Zulässigkeit der Adhemar'schen Hypothese in der vonihm ausgestellten Weise zu verbieten, und somit die Stabilität der gegen-wärtigen Erdepoche zu beweisen. Denn sollte auch wirklich eine periodischeWasscrversetzung von Norden nach Süden ober in umgekehrter Richtungjemals stattgcfunden haben, so konnte sie nur langsam, wie alle periodischenSchwankungen, eintretcn, mithin keine gewaltsame Umwälzung herbci-sührcn. Ein langsames Steigen und Fallen der Wasscrmassc an den Polenmag aber immerhin erfolgen, cs wird nie ein drohendes Ercigniß für dasMenschengeschlecht werden können, sondern höchstens an den Küstengebietender Kontinente kleine Nivcauverändcrungcn hervorbringcn.
Das ganze, jetzt genugsam erörterte, Verhältniß, welches auf denheutigen Verschiedenheiten der Zonen beruht, würde übrigens nur' für diedritte Hauptperiodc der Schöpfung Geltung gewinnen, weil in den früherendie zur Einleitung desselben erforderlichen Zoncnuntcrschicdc noch nicht indem Grade vorhanden waren. Wir könnten also aus der periodischenWasscrversetzung von einem Pol zum andern, welche in Grenzen von 10,500Jahren schwanken würde, keineswegs die Entstehung der früheren neptuni-schcn Niederschläge ableiten, sondern müßten bei der mehrmals erwähntenAnsicht beharren, daß stets erneute Durchbrüche plu tonisch er odervulkanischer Massen cs waren, welche die Wasscrvcrsetzungen inner-halb der zweiten Schöpfungspcriodc veranlaßtcn, und die Entstehung derwässerigen Niederschläge einleiteten. —