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Geschichte der Schöpfung : eine Darstellung des Entwicklungsganges der Erde u. ihrer Bewohner ; für die Gebildeten aller Stände
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Was endlich die Einthcilung dieser zweiten Hauptpcriodc in unter-geordnete Abthcilungcn betrifft, so haben wir schon früher bei Darstellungder aus einander folgenden ncptunischcn Schichten innerhalb derselben dieUninöglichkeit eingcschcn, aus den Schichten selbst die Merkmale für einesolche Eintheilung herzulcitcn; wir haben deshalb uns mehr für die Beach-tung der organischen Beischlüsse, als für die anorganischen Bestandtheilcder Schichten zur Bestimmung der Unterschiede entscheiden müssen, undwerden auch jetzt kein anderes Resultat erwarten dürfen. Uebcrblickcn wiraber die Organisation während der ganzen zweiten Hauptpcriodc, und vorallen die thicrische, als die edlere und höhere Formcnrcihc, im Allgemeinen,so scheinen sich zu einer ferneren Einthcilung des Entwickclungögangcs derSchöpfung während derselben allerdings genügsame Data zu ergeben. Alsein erster und wichtigster Gegensatz dürfte das Fehlen oder Vorhandenseinluftathmendcr Rückgratthicrc zu betrachten sein, und da dieselben nichttiefer als in den obersten Schichten der Kohlcnformation Vorkommen, so läßtihr erstes Auftreten an dieser Stelle einen Hauptwendepunkt des organischenCharakters vermuthen. Alles, was an Organismen unter jenem Niveausich findet, ist der Gegenwart, wenn auch nicht ganz fremd, doch höchst un-ähnlich, und besitzt namentlich in der Pflanzenwelt einen so entschieden tro-pischen Charakter, daß cs durchaus gerechtfertigt zu sein scheint, mit demKohlengcbirgc eine erste Unterabthcilung der zweiten Hauptschöpfungs-periode abzuschließen, und sie nach den vorherrschenden Rückgratthiercn, denFischen, als Periode der Fischorganisation zu bezeichnen.

Die ersten luftathmendcn Rückgratthierc, nämlich Amphibien, er-scheinen unmittelbar über den Kohlen, werden im bunten Sandstein häufigerund erreichen im Jura ihr Marimuin. Hier finden sich auch Spuren vonSäugcthicrcn, jedoch nur in einer einzigen Schicht; sie bedingen durchihr spärliches Auftreten und ihren gänzlichen Mangel in der Kreide einegewisse Monotonie der höheren Organisation, welche jedoch durch eine An-zahl höchst cigenthümlicher, den Säugcthieren und Vögeln zum Thcil ana-loger Amphibienformen wieder ausgeglichen wird. Das Vorherrschen diko-tylcdonischcr Gewächse erhöht diese Eigcnthümlichkcit. Ich erkenne daherin der Trias, Jura- und Kreideformation eine zweite llntcrabthcilung derzweiten Periode an, welche durch daS gleichzeitige Beisammenlebcn dengegenwärtigen Formen höchst ähnlicher und höchst unähnlicher Bildungenmerkwürdig ist, und nach dem Vorherrschen der Amphibien i Zeitraumder A mphibicnorganisation genannt werden kann.

Eine dritte, durch die zum Thcil spezifische Uebcrcinstinnnung lebender