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warum: Jahreszeiten völlig gleich sind, und diese beiden Zeitpunkte werdenvvn den beiden Ertreinen um 5250 Jahre entfernt liegen. War also imJahre 1248 der oben bczeichnctc größte Gegensatz vorhanden, so war ziem-lich genau 4000 Jahre vor Christi Geburt dieser Zeitpunkt der völligenGleichheit eingctrcten, und damals Frühling und Sommer zusammen genaueben so lang, wie Herbst und Winter zusammen. „Eö ist merkwürdig,"sagt Littrow bei dieser Auseinandersetzung, „daß die meisten unsererChronologen die Zeit der Entstehung der Erde oder, wie man vielleicht an-gemessener sagen sollte, die Zeit der ersten Spuren des Menschengeschlechtesauf unserer Erde, in jene Epoche gesetzt Habens."
Kommen wir nun zu der Anwendung dieses Verhältnisses auf dieGeologie und die Perioden der Erdumwälzung. Daß eine den Astronomenso bekannte Thatsachc von den Geologen hätte übersehen werden können,ist nicht gut denkbar, auch keineswegs der Fall; vielmehr haben sich schonmehrere darauf bezogen ^). Allein die Anwendung, welche davon geinachtwurde, ergab kein genügendes Resultat, weil man glaubte, die größereNähe, in welcher sich die Erde während des Frühlings und Sommers dersüdlichen Halbkugel zur Sonne befindet, müßte den Einfluß eines längen:Frühjahrs und Sommers der nördlichen Halbkugel wieder ausglcichcn,weil sich alsdann die Erde in der Sonnenferne befindet. Hiegegcn ist abervon Adhcmar eingcwcndet wordenH, daß es nicht auf die QuantitätWärme ankommc, welche die Erde empfängt, sondern auf die, welche sicbehält. Da nun am Südpol die Nächte während des Winters so gutlänger sind, wie am Nordpol, und zugleich der Südpol jetzt einen längerenWinter hat, als der Nordpol, so folgt daraus eine größere Zahl von Nacht-stunden in: Vergleich mit der Menge von Tagesstunden für den Südpol;während cs am Nordpol umgekehrt sein wird. Demnach strahlt der Süd-pol, wenn er gleich nicht weniger Wärme an den Tagen erhalten dürfte,als der Nordpol, doch während der längeren Nächte mehr aus, und seinemittlere Temperatur ist deshalb gewiß niedriger als die des Nordpolcs, solange er in der Stellung, wie jetzt, verbleibt. Das wird er aber nur biszum Jahre 6500 unserer Acra, um welche Zeit Frühling und Sommereben so lang sind wie Herbst und Winter; nach diesem Jahre werden Früh-
2) Die Wunder des Himmels. S. 193.
3) R. Philipps, über die nächsten Ursachen der materiellen Erscheinungen desUniversums. Aus dem Englischen. Stuttg. 1826. 8.
4) A. a. O. S. 19.