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Geschichte der Schöpfung : eine Darstellung des Entwicklungsganges der Erde u. ihrer Bewohner ; für die Gebildeten aller Stände
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zweite Abthcilung der Tcrtiärformativn, am zweckmäßigsten die beidenSchichtciiglicdcr zusammcnfassen, welche die m iocenc n und plioee n e nGebilde der französischen Schriftsteller enthalten, da eine scharfe Grenzezwischen ihnen nicht stattzufinden scheint. Denn an der einzigen Stelle,wo beide in abweichender Lagerung Vorkommen, an der Supcrga bei Tu-rin, ist die beobachtete Neigung der Schichten gegen einander wohl nur lo-kaler Charakter. Ihre Bcstandthcilc sind vorzugsweise Sand und Sandcon-glomcratc, crstcrer stcllcnwciö noch zu Sandsteinen erhärtet; demnächstM ergcl und cin Süßwasscrkalk, welcher an manchen Orten ziem-lich mächtige, dem Grobkalk zunächst vergleichbare Lager bildet. Die Sand-steine erreichen in der Schweiz auf dem weiten Gebiete zwischen demGenfcrsce und Bodensec, das ganz dieser Formationscpochc angchört, einensehr bedeutenden Umfang und eine große Ausdehnung; sic führen hier denNamen Mo lasse, und haben dadurch zur Bezeichnung sämmtlicher mittle-ren Tertiärschichten als Molasscngruppc Veranlassung gegeben. DieMolassc ist übrigens ein sehr mannigfaches Gebilde; nur stcllcnwciS zeigtsie. den Charakter eines feinkörnigen Sandsteines, ist in dieser Form ge-wöhnlich mit kleinen Glimmerblättchen gemischt, und findet dann als Bau-stein vielfache Anwendung. Gesellen sich Körner von Fcldspath, Kalk undanderen Gesteinen hinzu, so wird das Gefüge rauher, gröber, lockerer undloser. Dann verliert das Gestein schon mehr seinen technischen Werth, undwenn nun mit zunehmender Größe der einzelnen Bcstandthcilc die Conglo-meratnatur immer deutlicher hcrvortritt, so verschwindet die Bedeutung derin dieser Form allen Trümmcrgcstcincn ähnlichen Molassc für die Benutzungganz. Die feine dichte Molassc ist übrigens dazu sehr geeignet, weil sic iinfrischen Zustande, wo die vielen Erdwasser sic durchdringen, sehr leicht ge-brochen und bearbeitet werden kann; hernach aber, der Lufteinwirkung aus-gesetzt, fester wird und dann eine bedeutende Härte gewinnt. Sie ist da-her zu Ornamenten ganz besonders geeignet, und liefert in der westlichenSchweiz ein sehr gutes Baumaterial für die größeren auf ihr ruhendenStädte: Genf, Lausanne, Solothurn, Bern, Luzern undZürich. Denn fast daS ganze Gebiet der Aar mit allen ihren Neben-flüssen bewegt sich im Boden der Molassc. Auf solche Weise vielfach vonThälcrn durchschnitten, zeigt sic häufig steile Wände, an denen, wenn csgrobkörnige Molasse ist, die härteren abgcriebcncn Bruchstücke älterer Ge-steine der Witterung mehr widerstehen, als die sic verbindende kalkige Sand-massc, und gleich Kugeln und Knollen aus der Fläche hervorragen. Injäher Höhe erscheinen diese Knollen kleiner, gleich Nagclköpfcn, welche dicht

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