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Geschichte der Schöpfung : eine Darstellung des Entwicklungsganges der Erde u. ihrer Bewohner ; für die Gebildeten aller Stände
Entstehung
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neben einander eingchaucn dic Felswand bedecken. Diese Erscheinung ver-anlaßte dic Benennung Nagclflüh, welche grobkörnige Molassensand-steinc führen, abgeleitet aus dem Provinzialwortc der Schweizer F l u HadderFlüh für Fels, das sich in noch anderen Compositioncn wissenschaftlicheBedeutung erworben hat'). Die in der Nagclflüh zu einem Ganzen ver-bundenen Bruchstücke sind, wie schon erwähnt wurde, stets abgericbcn,wahre Rollstcinc oder Gcröllmasscn, und bestehen vorzüglich aus ver-schiedenfarbigen Kalken. Die Verkittung derselben zu einem Ganzen isthöchst innig, und das Bindemittel sehr fest; Nagclflüh läßt sich daher inPlatten brechen und selbst zu polirtcn Tafeln verarbeiten.

Zwischen Nagclflüh und Molasse, dic beide an vielen Stellen mir ein-ander wechseln, treten auch Braunkohlen auf, besonders in den Molasscn-schichtcn. Sie werden von organischen Resten begleitet, dic dein Thicrrcichwie dem Pflanzenreich angchörcn, und den heutigen Geschöpfen zwar ähneln,aber doch stets spezifisch von ihnen verschieden sind.

Dic eben geschilderte Molasse und Nagclflüh sind der Schweiz eigen-thümlich und kommen an anderen Orten in derselben Weise nicht wiedervor. Ihr Verhalten zu den übrigen Gliedern der jüngeren Tcrtiärformationist eben deshalb noch nicht genau ermittelt, doch scheinen sie den miocenenund untersten pliocencn Schichten analog zu sein.

Erstcre, dic Tcgclgcbilde der deutschen Gcognostcn, bestehen bis-weilen aus losen, im Rhein- und Donauthal, wo sic an mehreren StellenVorkommen, zu Sandstein verhärteten, durch ein kalkiges Bindemittel ver-einigten Schichten, deren außerordentlicher Rcichthum an Muscheln zu derBenennung Muschel fand oder Muschel fand stein Veranlassunggegeben hat. Die Schichten dieses Sandes sind thcils aus dem Meereabgcsctzt, thcils aus süßen Gewässern, und haben selbst im Falle einesgleichartigen Ursprungs noch verschiedene gelbe oder blaue Farben. Ananderen Orten gehen dic Sandlager in Mcrgcllagcr über, und ihnen folgenKalkschichten, die ebenfalls thcils MccrcSprodukte sein können, thcils aussüßen Gewässern (daher Süßwasserkalk) herrührcn. Die in ihnenbegrabenen organischen Reste haben noch immer einen vorwiegend tropi-schen Charakter, und alle lebenden Conchplicn, deren Menge oft nicht un-beträchtlich ist, finden sich gegenwärtig nur an den Küsten Guineas oderScnegambicnö. Von den immer häufiger werdenden Säugcthicrcn erscheint

1) Z. B. im Flühvogel (äccelUur), einer bergige» Gegend eigcnthümlichenDrossclgnttn ng.

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